Silvesterfeuerwerk: Stress für Vierbeiner

So gelingt der Jahreswechsel mit Hund und Katz

Silvesterfeuerwerk: Stress für Vierbeiner

Was für Zweibeiner zum Jahreswechsel einfach dazugehört ist für empfindliche Vierbeiner eine Qual: Silvesterfeuerwerk kann Hunde und Katzen in Panik versetzen, sie sogar Reißaus nehmen lassen. „Dabei ist der alljährliche Stress für die meisten Tiere vermeidbar“, meint Franziska Obert. Die Expertin der AGILA Haustierversicherung erklärt, wie der Jahreswechsel für Menschen und ihre tierischen Lieblinge zu einer entspannten Zeit wird.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zurückhaltung könnte es dieses Jahr an Silvester wieder richtig laut werden. Damit wird der Jahreswechsel für viele Tiere erneut zum Stresstest. „Bevor es mit den Knallern losgeht, sollten Hundehaltende die Morgenstunden nutzen, um mit ihrem Tier eine ausführliche Gassirunde zu gehen und es richtig auszupowern“, rät AGILA. „Dazu lohnt sich ein Ausflug in die Natur, wo tagsüber noch nicht so viel geböllert wird. Auch Freigängerkatzen sollten spätestens ab der Mittagszeit in die eigenen vier Wände geholt werden, um sie vor den Gefahren vorzeitiger Böller und der lauten Silvesternacht zu schützen.“

Häufig haben Samtpfoten weniger Angst vor dem nächtlichen Krach als Hunde. Doch egal, ob Hund oder Katze – die Angst der Tiere sollten Haltende ernst nehmen. „Meist ist diese leicht zu erkennen. Starkes Zittern und Hecheln etwa, ein erhöhter Puls, Speicheln oder unkontrolliertes Urinieren deuten darauf hin“, erklärt Obert. „Wird die Angst stärker, sollten Haltende vor allem Ruhe bewahren und dem Tier durch ein entspanntes Auftreten ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Wenn Hund oder Katze die Nähe suchen, sollte dies zugelassen werden, denn bei ihren Menschen fühlen sich die Vierbeiner in der Regel besonders sicher“, so die AGILA Expertin.

Möchte sich das Tier zurückziehen, sollte auch dies unbedingt ermöglicht werden: „Halter können dafür beispielsweise die Lieblingsdecke oder das Lieblingskissen des Vierbeiners in einen dunklen Raum legen oder sogar eine kleine Höhle bauen, dort fühlen sich Hund und Katze in Angstsituationen häufig besonders gut aufgehoben. Dazu sollte ein Schälchen mit Wasser bereitstehen. Wichtig ist, dass die Vierbeiner jederzeit zurückzukommen können“, rät Obert. Geschlossene Fenster und Türen sowie vertraute Gegengeräusche aus dem Fernseher oder Radio können zusätzlich helfen. „Manchen Tieren tut auch ein wenig Ablenkung gut. Hierfür können beispielsweise Suchspiele oder Kauartikel eingesetzt werden. In jedem Fall lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf das Befinden des Tieres, weshalb Halter den Silvesterabend auch zusammen mit dem flauschigen Gesellen verbringen sollten, bestenfalls in gewohnter Umgebung. Auch das Mitternachtsfeuerwerk sollten Tierhalter gemeinsam mit ihrem Vierbeiner nur aus dem sicheren Innenraum beobachten.“

Vorsicht sei auch nach dem Jahreswechsel geboten: „Denn insbesondere in den Tagen nach Silvester liegen vielerorts noch Böller, Glasscherben oder anderer gefährlicher Abfall herum.“

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