Sirenen heulen zur Probe

Donnerstag Alarm im Heidekreis / Warnung vor unseriösen Info-Quellen

Sirenen heulen zur Probe

Eine Minute Dauerton: Wer am Donnerstag, dem 27. Juni, um 9.55 Uhr die Sirenen hört, braucht sich nicht für den Ernstfall zu wappnen: Der Heidekreis testet die Sirenen. Der Probealarm mit einer Minute Heulton dient aber auch dazu, der Bevölkerung das Signal nährezubringen. Denn im Ernstfall bedeutet es: „Rundfunk (Radio) einschalten und auf Durchsagen achten“. Am Donnerstag hingegen wird - anders als im Ernstfall - das laufende Radioprogramm nicht unterbrochen.

In Verbindung mit dem Sirenensignal wird der Heidekreis auch wieder die Verbreitung von Warnhinweisen über die „Bürger-Informations- und Warn-App“ BIWAPP testen. Das Programm kann kostenlos aus den App-Stores (Apple, Android und für Windows Mobile 10) heruntergeladen werden. In der App können unter „Meine Orte“ die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden.

Am 27. Juni haben BIWAPP-Nutzer Gelegenheit zu testen, ob die App für das Gebiet des Heidekreises richtig eingerichtet ist. Erfolgt nach dem Sirenenprobealarm keine „Katastrophenmeldung“, sind die Einstellungen zu überprüfen. Aktive Rückmeldungen hierzu sind an die Kreisfeuerwehr des Heidekreises über Facebook möglich.

Im Zusammenhang mit den sozialen Medien appelliert der Heidekreis aber auch zur Vorsicht. Bei Meldungen, die in Blogs oder über Facebook, Twitter, WhatsApp oder Instagram verbreitet werden, sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob es sich dabei um von offizieller Seite autorisierte Infos handelt. Denn über diese Kanäle werden auch immer wieder Fake-News verbreitet. Informationen und Meldungen, die nicht der Wahrheit entsprechen und den offiziellen Meldungen der zuständigen Behörden widersprechen, sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch gefährlich werden. Im Zweifel sollten immer mehrere Informationsquellen herangezogen werden.

Die für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden wie Polizei, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst, nutzen teilweise auch die sozialen Medien, um die Bevölkerung möglichst schnell zu informieren. Da auf diesem Wege aber nicht alle Menschen erreicht werden können, werden offizielle Warnungen und Meldungen immer auch und in erster Linie über Rundfunk, Fernsehen und Presse, und im Heidekreis zusätzlich über BIWAPP verbreitet.

Auf keinen Fall dürfen Telefonleitungen zur Feuerwehr, Polizei und zum Rettungsdienst mit Rückfragen blockiert werden. Die Notrufe 110 und 112 sind nur für echte Notfälle gedacht. Durch unnötige Nachfragen über diese Leitungen besteht die Gefahr, daß wirklich dringende Notrufe nicht rechtzeitig in den Leitstellen angenommen werden können. Dadurch können Menschenleben gefährdet werden.

Um die Menschen auf eine Warnmeldung aufmerksam zu machen, wird bei Gefahr im Verzug das Sirenensignal „eine Minute Heulton“ ausgelöst, da die Bevölkerung nur durch dieses laute Signal wirkungsvoll auf eine bevorstehende Gefahr oder den Katastrophenfall aufmerksam gemacht werden kann. Die Sirenen haben dabei nur eine Weckfunktion: Was passiert und welches Gebiet betroffen ist, wird erst durch die Rundfunkdurchsage im NDR, bei Antenne Niedersachsen sowie ffn und zusätzlich durch eine Alarmmeldung in BIWAPP bekanntgegeben.

Im echten Alarmfall sollten Bürgerinnen und Bürger den Rundfunk (eventuell Transistor) einschalten und auf Durchsagen achten, Meldungen über die BIWAPP wahrnehmen, Fenster und Türen sowie eventuell auch Gashähne schließen, Lüftungs- und Klimaanlagen ausschalten, Nachbarn und ausländische Mitbürger verständigen, Kinder ins Haus holen, Behinderten und alten Menschen helfen, Passanten aufnehmen, Elektrogeräte ausschalten (Ausnahme Radio), auf Lautsprecherdurchsagen achten und den Anweisungen von Polizei oder Feuerwehr folgen.

Entwarnung wird immer über Radio, BIWAPP und eventuell zusätzlich über Lautsprecher gegeben. Ein Sirenensignal „Entwarnung“ gibt es nicht. Weitergehende Hinweise zu empfohlenen Verhaltensweisen in einem Katastrophenfall sind auf der Homepage des Heidekreises unter www.heidekreis.de/notfallvorsorge zu finden.

Logo