SPD lud zu Heidekreis-Dialog

Auftaktveranstaltung: „Vertrauen stärken und Gräben überwinden“

SPD lud zu Heidekreis-Dialog

Die erste Veranstaltung ihrer Kampagne „Heidekreis-Dialog“ haben die Sozialdemokraten im Heidekreis jetzt über die Bühne gebracht, und zwar als Hybrid - teil persönlich vor Ort, teils als Zoom-Videokonferenz. Zahlreiche Personen nahmen an dieser Aktion mit den beiden SPD-Kreisvorsitzenden Aynur Colpan und Sebastian Zinke teil. Dabei geht es bei dieser Kampagne darum, den Nord-Süd-Konflikt im Heidekreis möglichst zu überwinden (HK berichtete)

Ziel der Veranstaltungsreihe sei es, gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern diesen Konflikt aufzuarbeiten, Vertrauen zu stärken, tiefe Gräben zu überwinden über die Zukunft des Heidekreises zu sprechen, so Colpan und Zinke. Zu der Veranstaltung waren als besondere Gäste Dr. Wolfgang Brandes vom Stadtarchiv Bad Fallingbostel sowie Dr. Arno Brandt eingeladen, um die vergangenen Jahrzehnte des Landkreises historisch und wirtschaftlich einzuordnen. Darüber hinaus war auch der hiesige Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil mit von der Partie.

Colpan erinnerte noch einmal an den Start der Kampagne: Um ein erstes Meinungsbild einzufangen, hatte die SPD in einer großen Aktion 62.000 Postkarten an Haushalte im Heidekreis verteilt. Viele Menschen hätten diese Möglichkeit genutzt, um mit der Landkreis-Politik in den Austausch zu kommen, so die Vorsitzende.

Klingbeil verwies in seinem Vortrag auf den Zukunftskongress der SPD im Heidekreis, der bereits vor einigen Jahren noch unter seiner Parteiführung gelaufen war und sich schon seinerzeit mit den wichtigen Fragen in der Region auseinandergesetzt hatte. Klingbeil betonte nachdrücklich, dass man den „Landkreis gemeinsam denken und verstehen“ müsse. Insbesondere mit Blick auf die umliegenden Metropolregionen Bremen, Hamburg und Hannover machte der Politiker deutlich: „Wir sind kein Anhängsel anderer Städte, wir sind eine eigenständige und starke Region.“

Hier konnte der Abgeordnete auch Beispiele kreisweiter Zusammenarbeit wie etwa die Sondierung des Dethlinger Teiches in Mun­ster, den Abzug der Briten aus Bad Fallingbostel oder den Ausbau des Breitbandnetzes im Heidekreis ins Feld führen.

In diesem Zusammenhang verwies Zinke auch auf die überparteiliche Zusammenarbeit mit Blick auf die gemeinsam gestützte Kandidatur von Jens Grote für das Amt des Landrates. Grote unterstrich dazu die Wichtigkeit, eine gemeinsame Identität des Landkreises zu gründen und zu formen.

Weit zurück in die Jahrhunderte ging dann Brandes, um die Geschichte der Region des heutigen Landkreises von der Zeit des Dreißigjährigen Krieges bis in die Neuzeit zu erläutern. Deutlich wurde dabei, dass in der Geschichte vor Ort die Standortfrage eines Verwaltungssitzes immer auch eine wichtige und emotionale Rolle gespielt habe.

Im anschließenden Vortrag zur Datenerhebung des Statistischen Landesamtes erläuterte Brandt, dass strukturell die Kommunen und Gemeinden im Landkreis statistisch und im Vergleich mit anderen Regionen stark seien. Insbesondere der Standort Soltau sei, statistisch betrachtet, mit Abstand die stärkste Region im Landkreis. Kreisweit, so Brandt, stiegen die wirtschaftlichen Zuwächse stark an. Schließlich regte Brandt noch an, über Branchen nachzudenken, die sich im Landkreis noch ansiedeln könnten. Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in der Runde stimmten Brandts Aussagen zu und verwiesen auf aktuell sich entwickelnde Faktoren wie die neuerschlossene Fläche für Industrie- und Gewerbe in Bad Fallingbostel.

Zum Ende dieser ersten Veranstaltung appellierte Zinke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, „die gemeinsame Identität als Landkreis zu stärken.“ Und Colpan ergänzte: „Wir müssen gemeinsam als Region an einem Strang ziehen.“ Ohne eine gemeinsame Identität werde eine gemeinsame Zukunft und Zusammenarbeit im Heidekreis schwierig. so das allgemeine Resümee.

Die nächste hybriden Veranstaltung des „Heidekreis-Dialogs“ steht am 20. April in Schwarmstedt zum Thema „Wohnen und Arbeiten“ auf dem Programm. Wer bei dieser und weiteren Veranstaltungen dabei sein möchte, kann sich per E-Mail an dialog@spd-heidekreis.de dazu anmelden. Und wer den Auftakt des „Heidekreis-Dialoges“ der Sozialdemokraten nachverfolgen will, hat auch dazu über die Social-Media-Kanäle der SPD Heidekreis und über Youtube (SPD Heidekreis) die Möglichkeit.

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