„Steigende Lebenshaltungskosten eine immense Belastung für alle Haushalte“

Stadtwerke-Geschäftsführer informieren über aktuelle Situation auf dem Gasmarkt und über die Umlagen

„Steigende Lebenshaltungskosten eine immense Belastung für alle Haushalte“

Um die Gasversorgung für den kommenden Winter besser abzusichern, hat die Bundesregierung weitere Vorsorgemaßnahmen ergriffen: Die Kosten dafür erhebt sie in Form von zwei Gasumlagen. Diese tragen ab 1. Oktober dieses Jahres alle Gasverbraucherinnen und Gasverbraucher. Energielieferanten wie Heidjers Stadtwerke erheben die Umlagen über die Gasrechnungen von ihrer Kundschaft und führen Sie ab. Im Anschreiben informiert der Energieversorger seine Kunden und unterstützt sie parallel dazu beim Energiesparen und mit aktuellen Informationen zur Entwicklung der Versorgungssituation im Internet unter www.gaskrise-tipps.de.

Es sind zwei neue Gasumlagen: die Gasbeschaffungsumlage und die Speicherumlage. Die Höhe der Beschaffungsumlage beträgt 2,419 Cent netto pro Kilowattstunde, wie das Bundeswirtschaftsministerium am 15. August bekannt gegeben hatte. Die Speicherumlage beträgt 0,059 Cent netto pro Kilowattstunde und tritt ebenfalls am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft. Hinzu kommt eine Anhebung der Bilanzierungsumlage von bisher 0 Cent auf 0,57 Cent netto pro Kilowattstunde. In Summe erhöht sich dadurch der Preis pro Kilowattstunde um 3,048 Cent netto. Mit der Anhebung des Gaspreises durch die neuen Umlagen hat Bundeskanzler Olaf Scholz in einer Pressekonferenz am 18. August eine befristete Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent angekündigt. Diese soll ab der Einführung der Gasbeschaffungsumlage gelten und zum 31. März 2024 enden. Mit dieser Maßnahme und der Auszahlung einer Energiepauschale von 300 Euro will die Bundesregierung Haushalte entlasten.

„Insgesamt sind die steigenden Lebenshaltungskosten eine immense Belastung für alle Haushalte“, sagt Florian Friedrich, Vertriebsleiter der Heidjers Stadtwerke. Er ergänzt: „Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Umlagen als keinen guten, aber notwendigen Schritt bezeichnet. Denn mit den Umlagen werden Maßnahmen ergriffen, die uns allen in Deutschland helfen, die Gasversorgung im kommenden Winter möglichst sicherstellen zu können.“

Bei der angenommenen Gesamthöhe der Gasumlagen von 3,048 Cent netto machen die Umlagen für einen typischen Drei-Personenhaushalt im Einfamilienhaus (Jahresverbrauch 20.000 Kilowattstunden) Mehrkosten von 609,60 Euro netto aus; hinzu kommt die Mehrwertsteuer. Diese soll allerdings für die gesamte Gasrechnung von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Das würde die Erhöhung durch die Umlagen teilweise kompensieren.

Das Geld aus der Gasbeschaffungsumlage soll dazu dienen, große Gasimporteure wie Uniper zu stützen, damit sie zahlungs- und somit auch lieferfähig bleiben. Das sei erforderlich, so heißt es vonseiten der Politik, damit die Gasversorgungskette aufrechterhalten bleibe. Die Gasspeicherumlage diene dazu, die Kosten zu decken, die für die Bewirtschaftung der Speicher und deren Zwangsbefüllung bis zum Winter anfielen. Mit der Bilanzierungsumlage werde der erwartete Fehlbetrag aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie ausgeglichen.

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