„Stunde der Wintervögel“ startet

NABU ruft auf zur großen Mitmachaktion: Vom 8. bis zum 10. Januar zählt ganz Deutschland wieder Vögel

„Stunde der Wintervögel“ startet

Bei der großen wissenschaftlichen Mitmachaktion, zu der der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen auch Interessierte aus dem Heidekreis einlädt, stehen die Blaumeisen nach der Epidemie besonders im Fokus: Vom 8. bis zum 10. Januar zählt ganz Deutschland wieder Vögel bei der „Stunde der Wintervögel“, die bereits zum elften Mal vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV organisiert wird. Vogelfreunde sind dazu aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel von Wohnung, Haus oder Garten aus zu erfassen und zu melden: „Damit können alle mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu ermöglichen“, so Andrea Pohlen, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. „Die so erfassten Daten tragen dazu bei, unsere heimischen Vögel besser zu schützen.“

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands: „2020 hatten sich an der Aktion bundesweit mehr als 143.000 Menschen beteiligt. Hier in der Region waren es über 1200. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in den hiesigen Gärten, Feldsperling und Kohlmeise folgten auf Platz zwei und drei“, so die Mitteilung des NABU. Dessen Fachleute konnten anhand der langjährigen Zählung nachweisen, dass die winterlichen Vogelzahlen in den Gärten stark von der Witterung abhängen: „In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen.“ Die lange Reihe zunehmend milder Winter habe zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen geführt. „Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Winter der Blaumeise“, so Pohlen, „Im vergangenen Frühjahr war in weiten Teilen Deutschlands eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie aufgetreten, der Tausende Vögel dieser Art zum Opfer fielen.“ Bei der jüngsten großen Vogelzählung, der „Stunde der Gartenvögel“ im vergangenen Mai, wurden entsprechend weniger Blaumeisen beobachtet. Hotspots in Niedersachsen waren die Landkreise Ammerland, Oldenburg und Osterholz. Aber auch im Heide-Wendland wurden bei der Zählung weit weniger Vögel gemeldet, als in den Vorjahren. Für die Fachleute ist es spannend herauszufinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.

Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ ist ganz einfach: Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Auch über die NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden. Die „Schulstunde der Wintervögel“ soll vom 11. bis 15. Januar laufen: Die Klassen und Gruppen können an der NABU-Vogelzählung teilnehmen und ihre Zählergebnisse bis 18. Januar einsenden oder unter www.NABU.de/onlinemeldung eingeben. Unter allen Einsendungen verlost die NAJU tolle Preise.

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