Stunde der Wintervögel

Ergebnisse bis zum 18. Januar an den Nabu melden

Stunde der Wintervögel

Es war bereits die insgesamt elfte „Stunde der Wintervögel“: Am Wochenende vom 8. bis 10. Januar hatte der Naturschutzbund Nabu wieder dazu aufgerufen, eine Stunde lang in den Gärten und Parks die Vogelwelt zu beobachten sowie diese Beobachtungen dem Nabu mitzuteilen. Mit der Zählaktion möchte der Naturschutzbund ein möglichst genaues Bild der Vogelwelt erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum, Häufigkeiten und Trends von Populationen zu ermitteln.

Immer wieder erreichten den Nabu Berichte über einen Rückgang von Vögeln in Gärten und Parks. Andrea Pohlen, Leiterin der Nabu-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland, erläutert: „Hauptgrund für den scheinbaren Vogelmangel dürfte der milde Winter sein. Auch wenn vor allem in den Mittelgebirgen inzwischen einiges an Schnee liegt, finden die meisten Vögel in der freien Landschaft und in den Wäldern noch genügend Nahrung. Der Drang zu den Futterstellen in den Siedlungen hält sich damit in Grenzen.“

In der vorläufigen „Top Ten“ im Bereich Heide-Wendland landet der Haussperling laut Nabu auf dem ersten Platz, gefolgt von der Kohlmeise auf Rang zwei. Dahinter folgen Feldsperling, Blaumeise und auf Rang fünf die Amsel. Die Plätze sechs bis zehn werden voraussichtlich von Elster, Buchfink, Grünfink, Ringeltaube und Rotkehlchen belegt. Die endgültige Reihenfolge ist hier aber noch nicht abzusehen.

Aktuell zeichnet sich laut Nabu in diesem Jahr eine neue Rekordteilnahme ab, da durch den Lockdown mehr Menschen die Gelegenheit gehabt hätten, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken. „Wir sehen bereits jetzt, dass sich so viele Menschen wie noch nie zuvor an der Aktion beteiligt haben“, freut sich Andrea Pohlen. „Je mehr Menschen sich beteiligen, desto genauer die Momentaufnahme über unsere Vogelwelt im Winter. Die Meldungen vom Wochenende trudeln nun nach und nach ein. Bereits am Mittag wurden für die Region schon die Zählungen von mehr als 1.300 Beobachtenden erfasst.“

Der Nabu ist gespannt, wie viele Meldungen am Ende eingehen werden. Noch bis zum 18. Januar können die am Wochenende gemachten Beobachtungen nachgemeldet werden unter www.stundederwintervoegel.de.

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