Sturmtief „Ylenia“ im Heidekreis: 220 Feuerwehreinsätze in zwölf Stunden

Zahlreiche umgestürzte Bäume / Pkw-Fahrerin in Bommelsen leicht verletzt

Sturmtief „Ylenia“ im Heidekreis: 220 Feuerwehreinsätze in zwölf Stunden

In der Nacht auf den heutigen Donnerstag ist das Sturmtief „Ylenia“ auch durch den Heidekreis gezogen. Dabei wurden zahlreiche Bäume von den kräftigen Windböen umgeworfen.Die Feuerwehren im gesamten Heidekreis waren ab 23.07 Uhr am Mittwochabend und bis circa 12 Uhr am heutigen Donnerstag im Dauereinsatz. „Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Stadtgebiet Schneverdingen, allein hier kamen circa 67 Einsatzstellen zusammen. Schwerverletzte gab es dabei nach bisherigen Erkenntnissen nicht“, berichtet Daniel Dwenger, stellvertretender Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Heidekreis.

„In Bommelsen wurde eine Pkw-Fahrerin leicht verletzt, als ein Baum auf ihr Fahrzeug stürzte. Insgesamt kam der Heidekreis, trotz heftiger Sturmböen, eher glimpflich davon“, so der Feuerwehrsprecher. Die meisten Bäume seien auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie auf kommunale Straßen und Wege gefallen und hätten dort keine größeren Schäden angerichtet. Auch auf der Bundesautobahn 7 seien die Feuerwehren im Einsatz gewesen, um umgestürzte Bäume von der Fahrbahn zu räumen.

„In Soltau musste die Feuerwehr ein Carportdach sichern, das wegzufliegen drohte. In Eickeloh stürzte ein Baum auf ein Haus. Mit Hilfe des Gelenkmastes aus Bad Fallingbostel wurde der Baum entfernt und weiterer Schaden am Dach verhindert“, listet Dwenger auf. In Ahlden hätten die Einsatzkräfte eine Blechgartenhütte gesichert. In Tewel sei ein Baum auf ein Hausdach gestürzt und von der Feuerwehr entfernt worden.

„Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Soltau war ebenfalls gut vorbereitet auf die angekündigte Wetterlage. Leistellenleiter Torben Friedrich stockte das Personal ab Mittwochabend, 22 Uhr, auf insgesamt fünf Disponenten auf. Neben den vielen Sturmeinsätzen wurden knapp 70 Notfalleinsätze im Rettungsdienst und 60 Krankentransporte abgewickelt“, so Dwenger weiter.

Auch das „Tagesgeschäft“ der Feuerwehren mit ausgelösten Brandmeldeanlagen und Türöffnungen sei weiter abgearbeitet worden. „Da für das Wochenende weitere Stürme angekündigt sind, wird ab Freitagabend, 18 Uhr, weiter mit verstärktem Personal geplant“, teilt der stellvertretende Pressesprecher mit.

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