Termine ab 28. Januar vereinbar

Corona-Impfungen für über 80jährige starten im Februar

Termine ab 28. Januar vereinbar

Viele - insbesondere ältere - Menschen sind inzwischen stark verunsichert, was die bevorstehenden Corona-Impfungen betrifft. Nachdem auch im Heidekreis die Impfungen in den Seniorenheimen angelaufen sind, fragen sich vor allem die über 80jährigen, die selbständig wohnen, wie es weitergeht.

Was zur Zeit vorgesehen ist, dar­über gibt das Land auf seiner Seite www.niedersachsen.de Auskunft: Sobald die allermeisten Alten- und Pflegeheime mit Impfstoff versorgt seien, würden die über 80jährigen als nächste „Impfgruppe“ informiert, dass auch sie in einem Impfzentrum einen Termin für die Impfung vereinbaren können: „Das wird ab dem 28. Januar der Fall sein. Das Impfen der nicht in Heimen lebenden über 80jährigen wird dann im Februar beginnen.“

Wer einen Impftermin vereinbaren möchte, kann dies vom 28. Januar an tun. Die Terminvergabe läuft allerdings über die Hotline 0800-9988665 sowie über ein Internetportal, dessen Adresse zeitnah bekanntgegeben werde: „Alle Impfzentren sind vorbereitet für die Impfung der zu Hause lebenden Impfberechtigten“, heißt es weiter.

Niedersächsinnen und Niedersachsen, die älter sind als 80 Jahre, erhalten in den nächsten Tagen einen Brief des Sozialministeriums. Darin werden sie schriftlich informiert, wie sie einen Impftermin vereinbaren können (telefonisch oder online), wie der Impfvorgang ablaufen wird und dass unbedingt eine zweite Impfung notwendig ist.

Wegen rechtlicher Hürden könne das Land die Adressen der Impfberechtigten aus dem amtlichen Melderegister für dieses Anschreiben nicht verwenden, hieß es zunächst aus Hannover. Aus diesem Grund wollte Niedersachsen auf die Vermietdatenbank der Deutschen Post Direkt GmbH zurückgreifen, die zwar die Datenschutzansprüche erfülle, aber nicht vollständig sei. Damit wären aber längst nicht alle über 80jährigen erreichbar gewesen.

Dieses Vorgehen sorgte auf verschiedenen Ebenen für Kritik. Und so soll es laut einer Meldung des NDR vom 14. Januar jetzt doch anders laufen: „Das niedersächsische Sozialministerium hat auf Kritik an der Briefkampagne zum Impfstart reagiert. Menschen ab 80 Jahren sollen nun zusätzlich von den Kommunen angeschrieben werden“, war auf der Internetseite des Senders zu lesen.

Auch wenn dies so laufen und die meisten Adressaten erreicht werden sollten, gilt: Alle Personen ab einem Alter von 80 Jahren sind auch dann impfberechtigt, wenn sie kein solches Schreiben erhalten haben.

Wer gesundheitsbedingt auf einen Einzeltransport ins Impfzentrum angewiesen sei, so empfiehlt es das Land, der solle seinen Hausarzt ansprechen und sich eine Transportbescheinigung geben lassen sowie seine Krankenkasse anrufen, um zu klären, ob die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

Wenn das nicht der Fall sei, könne die Transportbescheinigung mit der Transportrechnung beim Impfzentrum mit der Angabe der Kontonummer eingereicht werden. Die Kosten würden dann erstattet.

„Viele Landkreise und kreisfreie Städte planen zudem eigene Fahrdienste und andere Angebote, um Menschen in die Impfzentren zu bringen“, so heißt es auf der Informationsseite weiter.

Sollte es jemandem gar nicht mehr möglich sein, die Wohnung zu verlassen, bittet das Land um Geduld: Diese Personen „werden dann zu Hause geimpft, aber leider erst dann, wenn auch in Europa ein Impfstoff zugelassen ist, der keine durchgehende Kühlung benötigt und daher auch vom Hausarzt verimpft werden kann. Wir rechnen damit, dass das spätestens im Frühsommer der Fall sein wird.“

Ob es hier im Heidekreis eventuell andere oder ergänzende Lösungen - etwa mit mobilen Impfteams, örtlichen Fahrdiensten oder Hilfen bei der Impftermin-Vereinbarung - geben wird, steht zu Zeit noch nicht fest.

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