Es gibt Pakete, die möchte man nicht erhalten. Brad Pitt ging es in seiner Rolle als Detective David Mills am Ende des Filmklassikers „Sieben“ so, der mitten in der Wüste eine Lieferung erhielt, die quasi den gesamten Film auf den Kopf stellte und die Zuschauer geschockt zurückließ. Es muss aber nicht ganz so grausam zugehen, wie in dem Film des US-amerikanischer Filmregisseurs David Fincher, wenn man in Sachen Versand mit Straftätern in Berührung kommt. Das zeigt auch eine mögliche Betrugsmasche, vor der aktuell die Polizeiinspektion (PI) Heidekreis warnt.
„Ein Paket, das man gar nicht bestellt hat, kann zunächst harmlos wirken. Doch dahinter kann auch ein Betrugsversuch stecken. Die Polizeiinspektion Heidekreis warnt daher davor, unbestellte Pakete einfach anzunehmen oder später an vermeintliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Paketdienstes herauszugeben“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Hause der PI Heidekreis.
Und weiter: „In einem aktuellen Fall erhielt ein Ehepaar ein Paket, das an die eigene Anschrift und den eigenen Namen adressiert war. Die Frau teilte dem Zusteller mit, dass sie die Sendung nicht bestellt habe. Dennoch übergab dieser ihr das Paket. Nur wenige Minuten später klingelte ein weiterer Mann und gab sich als Mitarbeiter des Paketdienstes aus. Er erklärte, die Sendung sei storniert worden und müsse wieder abgeholt werden. Da der Mann der Frau verdächtig vorkam, händigte sie ihm das Paket nicht aus.“
„Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte es sich dabei um eine Betrugsmasche handeln: Unbekannte bestellen Waren auf den Namen anderer Personen und verwenden dabei eine andere E-Mail-Adresse. Sobald das Paket zugestellt wurde, können sie sich als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des jeweiligen Paketdienstes ausgeben und versuchen, die Sendung anschließend direkt an der Wohnanschrift abzufangen“, so ein Polizeisprecher.
Die Polizei rät daher: Wer ein Paket erhält, das er nicht bestellt hat, sollte die Annahme möglichst verweigern. Wird eine solche Sendung - etwa wie im geschilderten Fall - trotzdem übergeben, sollte sie keinesfalls an eine später auftauchende Person herausgegeben werden, die sich als Mitarbeiter des Paketdienstes ausgibt. Stattdessen sollte man sich selbst um die Rücksendung kümmern und bei einem entsprechenden Verdacht die Polizei informieren.
Der Appell der Polizei: „Insbesondere bei einem unerwarteten Besuch vermeintlicher Paketdienstmitarbeiter gilt: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und geben Sie keine Pakete oder persönlichen Daten heraus!“