Verdi gegen Bürgerbegehren

Gewerkschaft fordert Beilegung des HKK-Standortstreits

Verdi gegen Bürgerbegehren

Zum Bürgerbegehren für den Standort eines neuen Heidekreis-Klinikums (HKK) bei Dorfmark statt, wie vom Kreistag beschlossen, in Bad Fallingbostel haben sich jetzt der Ortsverein Heidekreis der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Verdi-Fachbereich Gesundheitswesen Niedersachsen in einer gemeinsamen Stellungnahme zu Wort gemeldet.

Darin wird betont, Verdi setze sich für ein Ende des Standortstreites ein und spreche sich gegen das Bürgerbegehren aus. Statt einer Weiterführung des Standort-Streits sollte es nun vielmehr darum gehen, ausreichende Investitionen und gute Arbeitsbedingungen im neuen Heidekreis-Klinikum und in den Medizinischen Versorgungszentren durchzusetzen.

Für eine „bestmögliche medizinische Versorgung im Landkreis“ fordert Verdi neben der Streitbeilegung eine ausreichende Investitionsfinanzierung durch die öffentliche Hand, Arbeitsplatzsicherheit für alle Beschäftigten des HKK, den Erhalt des Klinikums in kommunaler Trägerschaft und den Erhalt der vollen Tarifbindung (TVöD) für das Heidekreis-Klinikum.

Darüber hinaus gehört zu den Forderungen der Verbleib der medizinischen Versorgungszentren in der Trägerschaft des Klinikums, die umfassende Tarifbindung der medizinischen Versorgungszentren, eine ausreichende Ausstattung des Klinikums mit Eigenkapital sowie attraktive Arbeitsbedingungen zur Bindung und Gewinnung benötigter Fachkräfte.

Die HKK-Beschäftigten in Soltau und Walsrode müssten gehalten und mitgenommen werden: „Niemand darf um den Arbeitsplatz oder die Arbeitsbedingungen bangen“, heißt es weiter.

Über die hiesigen HKK-Auseinandersetzungen hinaus spricht sich Verdi in der Stellungnahme generell für eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung, höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten sowie gegen Privatisierungen im Gesundheitswesen aus, um am Ende zu resümieren: „Gesundheit ist keine Ware.“

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