Mit einstimmigen Beschlüssen in einem vollen Saal ist jüngst die Vertreterversammlung der Volksbank Lüneburger Heide eG im Castanea Resort Adendorf zu Ende gegangen. Mehr als 320 Gäste, darunter fast 230 Vertreter und Ersatzvertreter, waren der Einladung der Volksbank gefolgt. Durch die Tagesordnung führte Aufsichtsratsvorsitzender Henning Kuhlmann. Ein vertrautes Gesicht fehlte in diesem Jahr auf dem Podium: Erstmals seit vielen Jahren stand Gerd-Ulrich Cohrs nicht mehr selbst am Rednerpult, sondern verfolgte die Veranstaltung als Gast. Er war im April, nach mehr als zwei Jahrzehnten im Vorstand der Genossenschaftsbank, in den Ruhestand gegangen.
Die Vertreterversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Zudem beschlossen die Vertreter erneut eine Dividende in Höhe von vier Prozent. Viele der Vertreterinnen und Vertreter nahmen in diesem Jahr erstmals an der Versammlung teil. Sie wurden zuvor im Januar turnusgemäß neu von den Mitgliedern der Genossenschaftsbank gewählt.
In ihrem Bericht stellten Vorstandssprecher Ulrich Stock und Vorstandsmitglied Manuel Harmening die Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres vor. Die Bank konnte ihre starke Position weiter ausbauen: Kundeneinlagen, Kreditvolumen und Bilanzsumme legten spürbar zu. Das gesamte betreute Kundenvolumen wuchs auf über 9,3 Milliarden Euro an. Auch bei den Kreditvergaben zeigte sich die Bank dynamisch: Die Forderungen an Kunden stiegen auf knapp 3 Milliarden Euro – ein Plus von über neun Prozent.
Gleichzeitig blieb die Risikolage stabil und die Ertragslage entwickelte sich positiv. Die Prüfungsergebnisse des Genoverbands e.V., vorgestellt vom Wirtschaftsprüfer Jan Ole Vinken, bestätigten den positiven Kurs: Aus seinen zusammengefassten Schlussbemerkungen ergaben sich keine Beanstandungen bei der Bank. Vielmehr bescheinigte der Verband der Volksbank erneut eine ordnungsgemäße Geschäftsführung.
„Wir wachsen aus eigener Kraft und mit einem klaren Fokus auf unsere Region“, betonte Vorstandssprecher Ulrich Stock: „Gerade in Zeiten, in denen Teile der Bankenbranche mit Vertrauensfragen konfrontiert sind, setzen wir bewusst auf das, was uns stark gemacht hat: Verlässlichkeit, Nähe und verantwortungsvolles Handeln.“
Unter dem Leitgedanken „Wir verbinden Innovation mit Tradition“ nimmt die Volksbank auch die Veränderungen im Kundenverhalten und in der Finanzbranche in den Blick. Dabei machte Stock deutlich, dass Nähe für die Bank längst nicht ausschließlich über Filialstandorte definiert werde. „Nähe bedeutet für uns erreichbar zu sein – persönlich, digital und vor Ort“, sagte der Vorstandssprecher. Gleichzeitig gehe es darum, Menschen auf dem Weg in die digitale Welt mitzunehmen und niemanden auszuschließen. Ein Beispiel dafür seien die Workshops „Fit für mobiles Banking und Bezahlen“, die die Volksbank inzwischen in mehreren Orten der Region anbietet. Dort vermittelt die Bank insbesondere digital weniger erfahrenen Kundinnen und Kunden in kleinen Gruppen praxisnah den sicheren Umgang mit mobilen Banking-Angeboten und digitalen Bezahlmöglichkeiten.
„Digitale Teilhabe ist für uns Teil des modernen genossenschaftlichen Förderauftrags“, betonte Stock. Neben der digitalen Weiterentwicklung bleibt das regionale Engagement ein prägendes Merkmal der Genossenschaftsbank. Im Jahr 2025 unterstützte die Volksbank Projekte, Vereine und Initiativen in der Region mit insgesamt 743.000 Euro. „Unsere Stärke liegt in der Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung“, so Stock. „Während sich andere Geschäftsmodelle zunehmend vom regionalen Bezug lösen, investieren wir bewusst in unsere Region und in die Menschen vor Ort.“
Turnusgemäß standen bei der Vertreterversammlung mehrere Wahlen zum Aufsichtsrat an. Die Vertreterversammlung bestätigte Professor Dr. Kerstin Brockelmann, Claudia Hausmann, Michael Schreyer und Jennifer Smoch in ihren Ämtern. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat waren zuvor ebenfalls neu gewählt worden.
Mit einstimmigen Beschlüssen zur Gewinnverwendung und Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat endete die Vertreterversammlung mit lebhaften Gesprächen zwischen Vertretern, Gästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Vertreterversammlung ist das höchste Beschlussorgan der Genossenschaftsbank. Die Vertreterinnen und Vertreter werden von den Mitgliedern gewählt und entscheiden unter anderem über die Gewinnverwendung, die Dividende sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Anders als bei Aktiengesellschaften gilt dabei das genossenschaftliche Prinzip: unabhängig von der Höhe der Geschäftsanteile hat jede Stimme das gleiche Gewicht.
Weitere Informationen zu den Workshops „Fit für mobiles Banking und Bezahlen“ sowie die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung gibt es unter www.vblh.de/workshops.