Vier Linden kommt ins Haus

Mit Spiel- und Lernprogrammen in den Familien fördern

Vier Linden kommt ins Haus

Der erste und wichtigste Lernort für Kinder ist die Familie. Ausgehend von dieser Erkenntnis bietet der Verein „Vier Linden - Sozialpädagogische Hilfen“ im Heidekreis seit vielen Jahren Hausbesuchsprogramme an, die auf die Bildung und Förderung innerhalb der Familie abzielen.

Das Spiel- und Lernprogramm Opstapje ist im Heidekreis unter der Trägerschaft von Vier Linden seit mehr als zwölf Jahren etabliert. Dabei wird jede Familie über einen längeren Zeitraum von einer geschulten Mitarbeiterin begleitet, die die Familien mit Babys und Kleinkindern einmal in der Woche zu Hause besucht und mit dem jeweiligen Kind und dessen Eltern gezielte Aktivitäten durchführt, die die Eltern-Kind-Interaktion unterstützen und der Förderung verschiedenster Entwicklungsbereiche des Kindes dienen. Dafür werden den Familien entsprechende Kinderbücher, Spielzeuge und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt.

Seit einem Jahr wird mit „HIPPY“ (Home Instruction for Parents an Preschool Youngsters) zudem ein für den Heidekreis neues Programm dieser Art angeboten, ebenfalls ein präventiv orientiertes Familienbildungsprogramm, das Familien mit Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren anspricht und damit an das genannte Opstapje-Projekt anschließen kann.

Es richtet sich an Eltern, die ihre Kinder auf die Schule vorbereiten möchten beziehungsweise den Übergang von der Kita in die Schule gemeinsam mit ihren Kindern gestalten möchten. „HIPPY“ findet auch im wesentlichen zu Hause statt. Für die wöchentlich im Rahmen der Hausbesuche angebotenen Übungen werden zu diesem Zweck besonders ausgewählte Bilderbücher sowie Arbeitshefte und -materialien verwendet, die in den Familien verbleiben.

Die Projektmitarbeiterinnen, die selbst Mütter sind, dienen den Eltern dabei als erlebbares Modell für einen positiven Umgang mit ihren Kindern, stärken so deren Erziehungskompetenzen und gewährleisten gleichzeitig eine altersgemäße Förderung der Kinder. Die Hausbesuchsstruktur gibt auch jenen Familien die Möglichkeit teilzunehmen, die andere Angebote der Familienbildung nicht wahrnehmen können.

Neben den Hausbesuchen gibt es in der Regel monatliche Gruppentreffen beider Projekte, bei denen alle teilnehmenden Familien in Soltau beziehungsweise Bad Fallingbostel zusammenkommen oder gemeinsame Ausflüge unternehmen, die den Erfahrungsaustausch untereinander ermöglichen und den Bedarf an Beratung decken sollen.

„Die Hausbesuchsprogramme haben sich während der Coronapandemie als sehr krisenfest erwiesen, da sie auch in der Zeit stattfinden konnten, in der es keine Gruppenangebote mehr gab und die Familien nur noch eine weitere Person empfangen durften. Selbst während des Lockdowns wurden die Familien regelmäßig mit Heften, Büchern, Bastel- und Spielmaterialien versorgt und wurden wöchentlich telefonisch oder digital angeleitet. Die Mitarbeiterinnen blieben die ganze Zeit über für ‚ihre‘ Familien ansprechbar. “, berichtet Antje Wittenberg von Vier Linden.

In diesem Jahr wird darüber hinaus ein Online-Forum für den gemeinsamen Austausch in den Projekten Opstapje und „HIPPY“ eingerichtet. Dies befindet sich zurzeit in der Pilotphase, an der Vier Linden mit dem Standort Heidekreis bereits beteiligt ist.

Während zu Beginn des vergangenen Jahres noch reguläre Gruppentreffen stattgefunden haben und in den Sommermonaten Ausflüge mit etwas reduzierter Teilnehmerzahl und mit entsprechendem Abstand im Freien möglich waren, wurden die Familien in den Lockdown-Phasen zu verschiedenen Aktionen eingeladen, etwa zu einer Regenbogen-Aktion, einer Schatzsuche und einer Rätsel-Rallye, an denen sie zeitversetzt und als einzelne Familie teilnehmen konnten. Derzeit basteln, bauen und werkeln die Familien zu Hause gerade an ihren Murmelbahnen, von denen die besten am Ende prämiert werden.

Informationen zu den Programmen erhalten Interessierte bei Antje Wittenberg, Vier Linden, unter der Rufnummer 0162-2084780 oder per E-Mail an antje.wittenberg@wg-vierlinden.de.

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