Weitere Lockerungen für Schulen

Veranstaltungen und Sportunterricht unter Auflagen ab dem 22. Juni wieder möglich

Weitere Lockerungen für Schulen

Ab Montag, den 22. Juni, sind wieder Schulveranstaltungen im größeren Rahmen möglich. „Beispielsweise Zeugnisübergaben, Verabschiedungen und Einschulungsfeiern mit bis zu maximal 250 Personen können unter Wahrung von Hygiene- und Sicherheitsauflagen auch in geschlossenen Räumen durchgeführt werden“, teilte das Kultusministerium am Freitag, den 19. Juni, mit. Auch Sportunterricht kann wieder angeboten werden. Theateraufführungen, Filmvorführungen, Vortragsveranstaltungen, Projektwochen und vergleichbare Veranstaltungen sind nun zulässig, ebenso Fahrten zu außerschulischen Lernorten. Vorausetzung für letztgenannte Formate ist, dass diese innerhalb der festen Lern- beziehungsweise Unterrichtsgruppe ausgeübt werden.

Diese Lockerungen für den Schulbereich ergeben sich aus Änderungen der „Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“, die am 22. Juni in Kraft tritt. „Die allgemeinen Eckpfeiler zur Durchführung von Veranstaltungen aus dieser Verordnung sind auf den Schulbereich zu übertragen: Neben der maximalen Personenzahl von 250 ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen muss zudem sichergestellt werden, dass jede Besucherin und jeder Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt“, so das Kultusministerium weiter. Verzichtet werden müsse auf Gesangs- und Orchesteraufführungen, da sich durch das tiefe Ein- und Ausatmen und die dadurch entstehenden Aerosole das Infektionsrisiko für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung erhöhe. Zu den Themen Veranstaltungen und Sport unter Corona-Bedingungen habe das Niedersächsische Kultusministerium „praxisorientierte Hinweise erstellt und den Schulen übermittelt.“

Kultusminister Grant Hendrik Tonne betonte: „Ich bin froh, dass sich die Lage mit recht wenigen Neuinfektionen landesweit so positiv entwickelt hat, dass wir diese Schritte machen können. Gerade die Veranstaltungen zum Ende und zum Beginn der Schulzeit haben einen großen emotionalen Wert und stärken die Schulgemeinschaft. Damit sind würdige Abschiede und herzliche Begrüßungen möglich. Allen muss aber klar sein, dass wir nicht über Partys und Abschiedsbälle sprechen. Die Sicherheitsstandards sind hoch und müssen konsequent umgesetzt werden. Das gilt auch für den Schulsport, dem ich eine hohe Bedeutung beimesse. Mit den erarbeiteten Ergänzungen zum Rahmen-Hygieneplan Corona Schule für den Sportunterricht haben die Schulen und Sportlehrkräfte eine verlässliche Grundlage für den praktischen Sportunterricht.“

„Die Ergänzungen zum Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Schule für den Sportunterricht erläutern, dass dieser kontaktlos und unter Beachtung von Hygienemaßnahmen durchzuführen ist“, heißt es seitens des Kultusministeriums. „Ein Sport ist kontaktlos, wenn zu keinem Zeitpunkt der sportlichen Betätigung ein körperlicher Kontakt zu anderen Mitsporttreibenden erfolgt.“ Das bedeute etwa, dass Fußball- oder Handballtraining in Form von Passen, Dribbeln oder Hütchen-Lauf möglich sei, eine Wettkampfsimulation zum Beispiel in Form von Zweikämpfen bleibe dagegen untersagt. Somit könne in Zweikampfsportarten nur Individualtraining stattfinden. „Um die Abstände besser halten zu können und wegen des permanenten Luftaustausches sollte der Sportunterricht vorzugsweise draußen stattfinden“, so das Kultusministerium. Die Ergänzungen des Rahmen-Hygieneplans führen zudem aus, welche Sportarten und Bewegungsformen wie möglich sind und welche Einschränkungen die Sportlehrkräfte beachten müssen.

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