„Weiterhin wichtiger Baustein“

Impfung mit Astrazeneca: Landkreis gibt Infos zu weiterem Umgang

„Weiterhin wichtiger Baustein“

Zur Impfung mit Astrazeneca hat der Landkreis Heidekreis heute eine Mitteilung herausgegeben: „Aufgrund der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom 30. März wird der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort (Mittwoch, 31. März) in Niedersachsen nur noch für Menschen ab 61 Jahren aus der Priorisierungsgruppe 1 ‚höchste Priorität‘ und 2 ‚hohe Priorität‘ nach der Impfverordnung des Bundes zur Verfügung stehen.“

Als Grund für die Empfehlung weise die STIKO auf Nebenwirkungen hin, insbesondere Gerinnungsstörungen, teilweise mit tödlichem Verlauf, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten seien: „Bisher wurden diese schweren Nebenwirkungen überwiegend bei Menschen unter 60 Jahren beobachtet. Die STIKO empfiehlt daher, die COVID-19 Vaccine Astrazeneca für Personen im Alter ab 61 Jahren und älter zu verwenden“, so die Mitteilung des Heidekreises. „Über die Hotline und das Impfportal des Landes Niedersachsen werden ab sofort keine neuen Astrazeneca Erstimpfungstermine für unter 61 Jährige mehr terminiert. Von Seiten des Landes wird geplant, bereits gebuchte Termine zu halten, indem diese Termine zeitgleich auf andere Impfstoffe umgebucht werden.“

All das betrifft natürlich auch das Impfzentrum in der Heidemarkhalle in Bad Fallingbostel: „Die ab 31. März im Impfzentrum des Heidekreises gebuchten Termine können weiter in Anspruch genommen werden. Personen, die jünger als 61 Jahre sind, können, solange dort kein anderer Impfstoff zur Verfügung steht, leider nicht geimpft werden. Sie müssen sich gegebenenfalls über das Impfportal oder die Hotline des Landes einen neuen Termin buchen“, so die Mitteilung des Landkreises. Die bereits im April geplanten Zweitimpfungstermine Astrazeneca für unter 61-Jährige seien automatisiert um drei Wochen verschoben worden, so dass die Zweitimpfung nach zwölf Wochen stattfinde. Die STIKO habe angekündigt, bis Ende April eine Empfehlung für die Zweitimpfungen auszusprechen.

„Personen, die das 61. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können sich gemeinsam mit der impfenden Ärztin beziehungsweise dem impfenden Arzt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung für eine Impfung mit Astrazeneca entscheiden. Diese Impfung soll aber grundsätzlich nur in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erfolgen, die ab 7. April am Impfgeschehen teilnehmen“, so der Landkreis. Und weiter: „Astrazeneca ist weiterhin ein guter Impfstoff und bleibt ein wichtiger Baustein in der Impfkampagne. Er kann das Risiko, an Covid-19 zu erkranken oder daran zu versterben, wesentlich senken.“

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