„Im Jahr 2025 gab es etwas weniger Staus auf Niedersachsens Autobahnen und auch die Gesamtlänge der Staus nahm im Vergleich zum Vorjahr ab“, heißt es in der aktuellen Staubilanz des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC). Demnach stauten sich die Fahrzeuge auf insgesamt 76.460 Kilometern, was einen Rückgang von 4.340 Kilometern gegenüber dem Jahr 2024 bedeute. Die Anzahl der Staus habe sich auf 34.690 verringert, das seien 3.622 weniger als im Vorjahr. Die Wartezeit habe sich jedoch auf 37.570 Stunden erhöht, also, so der ADAC, „1.332 Stunden mehr verlorene Zeit als 2024.“
Baustellen blieben laut Automobil-Club die Hauptursache für Staus. Besonders betroffen waren die Monate Mai, Juni, August, September und Oktober. Im Juni seien 3.607 Staus mit einer Gesamtdauer von 3.837 Stunden und einer Länge von 8.345 Kilometern verzeichnet worden. „Damit war der Juni der staureichste Monat des Jahres 2025 auf niedersächsischen Autobahnen. Das hohe Verkehrsaufkommen, insbesondere während der Ferienzeiten und rund um Feiertage, verursachte einen Großteil der Staus.“
Besondere Stauschwerpunkte waren auf der Autobahn 7, beispielsweise im Bereich des Horster Dreiecks, und am Elbtunnel zu verzeichnen. Durch parallele Bauarbeiten an den Neuen Elbbrücken, am Horster Dreieck sowie am Elbtunnel kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Auch der Abschnitt zwischen Hannover und Hamburg war aufgrund sehr hohen Verkehrsaufkommens und der dortigen Baustellen stark staubelastet. Der ADAC geht davon aus, „dass es in diesem Bereich auch 2026 zu vielen Staus kommen wird.“
Der längste Einzelstau des Jahres ereignete sich am 19. Juni vergangenen auf der Autobahn 1 zwischen Vechta und Uphusen/Bremen-Mahndorf. Der Stau erstreckte sich über 36 Kilometer und dauerte mehr als 11 Stunden. Der zeitlich längste Stau ereignete sich am 3. Juli 2025 auf der A 2 zwischen Braunschweig-Nord und Peine. Dieser Stau dauerte 23 Stunden und war 15 Kilometer lang. Häufig handelt es sich bei solch langen Staus um Vollsperrungen der Autobahn infolge eines Unfalls.
Die staureichsten Tage wurden während des Himmelfahrtswochenendes verzeichnet. Am 28. Mai 2025 gab es 231 Staus mit 268 Staustunden und einer Gesamtlänge von 604 Kilometern. Ähnliche starke Verkehrsbelastungen in Verbindung mit langen Staus waren auch am Pfingstwochenende zu beobachten, da in dieser Zeit viele Menschen für einen Kurzurlaub in Richtung Küste unterwegs waren.
Die A 7 verzeichnete 5.849 Staus mit einer Gesamtlänge von 18.475 Kilometern. Die Langzeitbaustellen auf dieser Strecke erforderten viel Geduld von den Autofahrern. Auf der A 2 gab es 5.275 Staus und 19.260 Staukilometer, was auf der vielbefahrenen Route zu hohen Zeitverlusten führte.
Die A1, die in den vergangenen Jahren besonders stauanfällig war, zeigte sich 2025 etwas entlastet. Maßgeblich dafür war der Abschluss mehrerer Bauabschnitte, die zuvor regelmäßig zu Verkehrsbehinderungen geführt hatten. Insgesamt wurden auf dieser Strecke rund 600 Staukilometer weniger als im Vorjahr gezählt.
„Die Fortschritte auf den großen Autobahnbaustellen haben in diesem Jahr spürbar zur Entlastung der Stausituation beigetragen“, heißt es in der Bilanz das ADAC. Für das Jahr 2026 sei eine moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens zu erwarten, die voraussichtlich auch zu mehr Staus führen werde. Abschließend heißt es in der Mitteilung des ADAC: „Auch die dringend erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen zur Modernisierung hunderter maroder Autobahnbrücken werden zusätzlich (Verkehrs-)Behinderungen verursachen. Gleichzeitig sind sie jedoch alternativlos, um das Autobahnnetz zukunftsfit zu machen.“