Werbetrommel für Naturschutz

Weitere Unterstützung für regionale Projekte gesucht

Werbetrommel für Naturschutz

Wer in den nächsten Tagen einem jungen Menschen in kobaltblauem T-Shirt mit Storchenemblem die Haustür öffnet, sollten sie nicht gleich wieder zuschlagen: Denn die Studentinnen und Studenten ziehen weder als Handelsvertreter noch als Abonnements-Werber von Haus zu Haus, sondern gehören zu einem engagierten Team des Naturschutzbundes (NABU), das sich für den Erhalt der Umwelt einsetzt und mehr Menschen im Heidekreis für die Arbeit des NABU begeistern möchte.

Die mit Werberausweis gewappneten jungen Frauen und Männer verteilen Informationsmaterial, geben Auskunft zu Themenschwerpunkten, Projekten und Zielen der Naturschutzorganisation und werben für eine Mitgliedschaft im NABU. „Wir benötigen dringend finanzielle und personelle Hilfe für unsere verschiedenen Projekte“, führt Klaus Thiele dazu aus.

Der Kreisverband Heidekreis setzt sich zwar weiterhin für einzelne Vogelarten wie Störche, Schwalben und Eulen ein, doch sind in den vergangenen Jahren immer mehr Betätigungsfelder hinzugekommen: Neben dem Wiesenvogelschutz durch Grünlandsicherung und Extensivierung auf vereinseigenen Flächen, der Anlage und Pflege von Feuchtbiotopen als Lebensraum und Rückzugsort für Fische, Amphibien und wassergebundene Insekten und dem Erhalt ökologisch wertvoller Ruderalflächen spielen Insekten- und Klimaschutzprojekte eine immer größere Rolle. Angesichts des dramatischen Insektensterbens und des damit einhergehenden Rückgangs insektenfressender Vogel- und Säugetierarten geht es dabei nicht allein um die Umsetzung von Maßnahmen wie beispielsweise der Anlage artenreicher Blühstreifen, sondern auch um Beratungs- und Überzeugungsarbeit bei Gartenbesitzern, Landwirten und Verantwortlichen in Städten und Gemeinden durch den NABU.

Auch für den Klimaschutz setzt sich die Kreisgruppe seit vielen Jahren aktiv ein, indem sie Flächen im Lichtenmoor im Rahmen von Arbeitseinsätzen von jungem Kiefern- und Birkenaufwuchs befreit. Denn Moore bieten nicht nur vielen selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten einen ebenso einzigartigen wie faszinierenden Lebensraum, sondern stellen auch äußerst effektive Kohlenstoffspeicher dar, die des besonderen Schutzes bedürfen. „Dazu kann jeder durch torffreies Gärtnern beitragen,“ erläutert Dr. Antje Oldenburg und wünscht sich für die Zukunft eine intensivere Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, nicht zuletzt auch um Kinder und Jugendliche noch stärker für die Naturschutzarbeit zu gewinnen.

„Eine lebenswerte Umwelt kann wirklich Unterstützung durch mehr Mitgliedschaften im NABU gebrauchen“, betont die Pressesprecherin noch einmal und hofft, daß das Werbeteam auf viele offene Ohren trifft bei seinen Hausbesuchen.

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