„Turbo für den Tourismus“

Zehn Jahre: Geburtstagsfeier für den Heidschnuckenweg

„Turbo für den Tourismus“

Den zehnjährigen Geburtstag des Heidschnuckenwegs feierten am vergangenen Donnerstag fast 120 Teilnehmer in Wilsede. Mit launigen Vorträgen, Musik aus der „Elphi“ und Landräten, die Kuchen verteilten, wurde die Veranstaltung zum Erfolg. „Das habe ich zuletzt auf meiner Hochzeit gemacht“, sagte Jens Grote, Landrat des Heidekreises, als er zusammen mit dem Celler Landrat Axel Flader die dreistöckige Geburtstagstorte des Heidschnuckenweges anschneiden sollte. Professionell gelang die Kuchenverteilung und viele Teilnehmer freuten sich über den gelungenen Abschluss der Geburtstagsfeier.

Zuvor waren die Teilnehmer per geführter Wanderung, oder Kutschfahrt von drei Startpunkten in das autofreie Wilsede gekommen. Denn hier, am „De Emhoff“ steht der Gründungsstein des Heidschnuckenweges, der genau zehn Jahre zuvor am 7. Juli eröffnet worden war. Mit einem Buffet und original Heidschnuckenbratwurst wurden die Teilnehmer erwartet und nach der Stärkung erfolgten verschiedene Vorträge zum Thema Wandern.

Flader betonte den Erfolg des Heidschnuckenweges und die Bedeutung des Tourismus für die Region. Grote freute sich über die gute Zusammenarbeit unter den Landkreisen bei touristischen Projekten. Und Lüneburger Heide Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch referierte über die positiven Auswirkungen des Premium-Wanderweges auf die Heide. Denn jeder Gast gebe gut 50 Prozent seiner Ausgaben in Einzelhandel und Dienstleistung aus und so sorge der Wanderer für eine gute Infrastruktur und hohe Lebensqualität auch für die Heide-Einwohner. Zudem hätten sich die Zielgruppen deutlich verjüngt, in den letzten drei Jahren sei die größte Zielgruppe der Heide in der Altersklasse von 25 bis 34 Jahre. „Der Heidschnuckenweg ist ein Turbo für den Tourismus und bringt Wertschöpfung in die Heide“, war sein Resumee.

Das konnte auch Thorsten Hoyer, Geschäftsführer des Wandermagazins bestätigen. Er ist den Heidschnuckenweg 2018 ohne Pause Tag und Nacht gelaufen und berichtete darüber, wie die Natur am Wegesrand ihm die Kraft dazu gegeben hat. Über die Publikumsabstimmung seines Magazins im Jahr 2014 wurde der Heidschnuckenweg zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt.

Interessiert verfolgten die Teilnehmer der Veranstaltung den Vortrag der Schäferin Josefine Schön und des Schäfers Clemens Lippschuss vom VNP. Die beiden berichteten vom Alltag eines Schäfers in der Heide und ihren Erfahrungen mit dem Wanderweg. Denn die Heidschnucke ist die Namensgeberin des Weges und jeder Wanderer erwartet, einmal auf seiner Wanderung eine Heidschnucke zu sehen.

Zwischen den Vorträgen wurden die Teilnehmer vom Ensemble Arabesque aus Hamburg unterhalten, die aus der Elbphilharmonie bekannt sind. Die klassische Musik in dem alten Stall von 1609 gab der Veranstaltung eine ganz besondere Note.

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