In einem offenen Brief an den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn hatten neun Bürgerinitiativen, darunter „UnsYnn“ und „Y-Monster“, die sich gegen das umstrittene Bahnprojekt Hamburg – Hannover einsetzen, bemängelt, dass die CDU/CSU-Fraktion den Sprecher des Projektbeirats Alpha-E, Dr. Peter Dörsam, nicht zur bevorstehenden Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestages am 20. April eingeladen habe. Dieser wird nun jedoch daran teilnehmen. Das teilen jetzt die CDU-Bundestagsabgeordneten Vivian Tauschwitz und Dr. Cornell Babendererde mit und begrüßen, dass Dörsam bei der öffentlichen Anhörung als Sachverständiger dabei sein wird. Dazu erklären die beiden Politikerinnen in einer Pressemitteilung: „Wir haben uns gemeinsam mit anderen Abgeordnetenkollegen aus Niedersachsen mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass Dr. Peter Dörsam für die Anhörung benannt wird. Das Ziel war hierbei, dass dies von einer der Regierungsfraktionen erfolgt. Umso wichtiger ist, dass dies nun gelungen ist. Mit ihm wird in der parlamentarischen Befassung eine fachlich ausgewiesene und regional fest verankerte Stimme gehört, die Alpha-E kompetent vertreten kann.“
Tauschwitz weist darauf hin, dass die nun erfolgte Benennung über die SPD-Fraktion aus dem formalen Verfahren des Bundestages resultiere. „Jede Fraktion kann für eine öffentliche Anhörung nur eine begrenzte Zahl an Sachverständigen benennen. Über diese Plätze entscheidet jeweils der zuständige Berichterstatter der Fraktion. Da die Union ihre Sachverständigenplätze anderweitig vergeben hatte, haben wir uns dafür eingesetzt, dass Dr. Dörsam dennoch zur Anhörung eingeladen wird. Das ist nun gelungen.“
Babendererde ergänzt, dass es ihnen nie um formale Zuständigkeiten, sondern um das politische Ergebnis gegangen sei. „Entscheidend ist nicht, über welche der Regierungsfraktionen die Benennung am Ende erfolgt, sondern dass die Interessen unserer Region in der Anhörung überhaupt wirksam vertreten werden. Genau dafür haben wir gearbeitet – und genau das haben wir erreicht.“
Aus Sicht der beiden CDU-Abgeordneten ist Dr. Dörsam für diese Aufgabe besonders geeignet. „Als langjähriger Sprecher des unabhängigen Projektbeirates Alpha-E kennt Dr. Peter Dörsam die Faktenlage, die bisherigen Beratungen und die Interessen der Menschen vor Ort wie kaum ein anderer. Er steht für eine sachkundige, glaubwürdige und in der Region verankerte Perspektive auf dieses für Norddeutschland so wichtige Infrastrukturvorhaben.“
Für beide Abgeordneten bleibt die Anhörung ein wichtiges Signal im Ringen um die Zukunft der Strecke Hamburg - Hannover. „Mit Alpha-E liegt seit Jahren ein tragfähiger, vernünftiger und deutlich schneller umsetzbarer Ansatz auf dem Tisch. Es war uns deshalb wichtig, dass diese Position in der Anhörung mit einer starken Stimme aus der Region vertreten wird. Dass Dr. Dörsam nun dabei ist, ist dafür ein wichtiger Erfolg.“
Auch der hiesige Landratskandidat der CDU Heidekreis Dr. Arne Wieben erklärt: „Im Vorfeld der Anhörung zur geplanten Neubaustrecke Hamburg-Hannover im Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 20. April ist es aus meiner Sicht entscheidend, deutlich Position im Sinne des Heidekreises zu zeigen. Es geht jetzt darum, die Interessen unserer Region mit starker Stimme zu vertreten – gemeinsam mit unseren Nachbarkreisen und im Schulterschluss mit den Menschen vor Ort. Die Menschen im Heidekreis können erwarten, dass ihre Interessen in der Anhörung klar, entschlossen und mit dem nötigen Nachdruck vertreten werden.“ Er, Wieben, sehe sich dabei an der Seite der CDU Niedersachsen und der Bundestagsabgeordneten Vivian Tauschwitz und Dr. Cornell Babendererde.
Abschließend bekräftigen Babendererde und Tauschwitz in ihrer Mitteilung ihren gemeinsamen Kurs: „Wir werden uns auch weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Alpha-E in Berlin das politische Gewicht erhält, das es verdient. Unsere Region braucht keine neuen illusorischen Neubaupläne der Bahn, sondern schnellen und spürbaren Fortschritt auf der Schiene.“