„Wir unterstützen das abgestimmte Konzept“

HKK-Standort: Julis akzeptieren Kreistagsbeschluss

„Wir unterstützen das abgestimmte Konzept“

Auch die Jungen Liberalen (Julis) im Heidekreis haben sich jetzt zur sich zuspitzenden Debatte um den Neubau des Heidekreis-Klinikums (HKK) zu Wort gemeldet. Auf der einen Seite stehe ein Bürgerbegehren, dass den Kreistagsbeschluss rückgängig machen möchte, auf der anderen Seite besorgte Bürger, die fürchten, dass ein Bau durch einen Bürgerentscheid blockiert werde: „Wir sind der Meinung, dass in dieser Debatte nicht einzig und allein der Standort eine Rolle spielt, sondern ebenfalls andere und wichtigere Faktoren“, heißt es dazu in einer vom Juli-Kreisvorsitzenden Jan Hendrik Linke unterzeichneten Mitteilung.

„Wir sehen sowohl den Standort Dorfmark als auch den Standort Bad Fallingbostel als geeignet an. Doch akzeptieren wir den Kreistagsbeschluss, der sich mehrheitlich für den Standort in Bad Fallingbostel ausgesprochen hat“, heißt es in der Mitteilung.

Gleichzeitig fordern die Jungen Liberalen, „dass die Verantwortlichen des Heidekreis-Klinikums ihre Kommunikationsstrategie überdenken. Es muss für die Bürger verständlich sein, was sich im Hintergrund und in der Politik abspielt.“

Und weiter: „Wir gehen mit den Verantwortlichen des Bürgerbegehrens in den Dialog, um über die Folgen einer weiteren Verzögerung für den Ausschreibungsprozesses und die Fördergelder zu sprechen, und hoffen, dort eine Einigung erzielen zu können.“

Sollte das Bürgerbegehren tatsächlich in einen Bürgerentscheid münden, dann würden die Julis - in Zusammenarbeit mit anderen politischen Parteien - für den Standort in Bad Fallingbostel eintreten: „Das machen wir, um die Fördergelder, die das Land Niedersachsen bereitgestellt hat, nicht zu gefährden.“ Die Rede ist hier von 130 Millionen, mit denen das Projekt möglicherweise unterstützt werden könnte.

Die Jungen Liberalen bekräftigen zudem, dass das HKK vollständig in kommunaler Hand bleiben müsse: „Wir unterstützen somit das bereits vorgestellte und abgestimmte Konzept als guten Mittelweg.“ Es ermögliche eine schnelle und moderne Versorgung für den gesamten Kreis.

Auch die Julis beschwören die Einigkeit des gesamten Heidekreises. Sie stünden für einen geeinten Kreis, in dem Grabenkriege nicht gewollt seien: „So arbeiten wir mit Vertretern aus jedem Teil des Kreises und allen Parteien daran, das Krankenhaus im Heidekreis erbauen zu lassen.“ Parteibücher dürften hier keine Grenzen bilden: „Wir vertreten diese Punkte, um den Kreis langfristig zukunftssicher zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern eine Zukunft in der Region sowie eine hochwertige Versorgung zu bieten. Wir sehen es sehr kritisch, wenn dieses wichtige Thema für einige nur einen nächsten Wahlkampfspruch und ein nächstes Wahlplakat darstellt.“

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