Zwei weitere Allgemeinverfügungen

Friseure müssen schließen / Anordnungen für Sammelunterkünfte

Zwei weitere Allgemeinverfügungen

Zwei neue Allgemeinverfügungen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts der Corona-Epidemie hat der Landkreis Heiderkreis am heutigen Sonntag, dem 22. März, erlassen. Die eine betrifft die Schließung von Frisiersalons, die andere zielt auf Sammelunterkünfte, beide gelten bis zum 18. April.

„Für den Publikumsverkehr werden geschlossen: Friseur- und Kosmetikbetriebe, Nagel- und Tattoostudios sowie vergleichbare Geschäfte mit unmittelbarem Hautkontakt“, heißt es in der ersten Allgemeinverfügung.

In der zweiten geht es um die Unterbringung von Personen aus gewerblichen Gründen, etwa für Sai- sonarbeitskräfte, Erntehelferinnen und Erntehelfer, Werksarbeitskräfte und vergleichbare ar- beitnehmerähnliche Beschäftigte in der Landwirtschaft, Fleischproduktion und dergleichen. Für diesen Bereich gelten folgende Anordnungen:

  1. Die Unternehmen oder landwirtschaftlichen Betriebe, die Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften, betriebseigenen oder angemieteten Unterkünften untergebracht sind, haben sicherzustellen, dass die Beschäftigten auf die aktuellen Hygieneregeln hingewiesen werden und sie diese verstanden haben. Die Unternehmen oder landwirtschaftlichen Betriebe haben die Einhaltung der Hygieneregeln regelmäßig zu überprüfen und zu dokumentieren.

  2. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf der Homepage (Coronavirus/Informationen in anderen Sprachen) herausgegebenen Infographiken und Piktogramme sind in allen Unterkünften gut sichtbar und für alle Bewohnerinnen und Bewohner zugänglich auszuhängen, um die Hygienemaßnahmen in den Unterkünften zu verstärken. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Graphiken und Piktogramme in den von den Saisonarbeitern gesprochenen Sprachen verwendet werden.

  3. Eine Unterbringung soll möglichst nur in Einzelzimmern erfolgen. Küche und Bad sind so zu nutzen, dass eine ausreichende Distanz zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern gewährleistet ist.

  4. Die Sammelunterkünfte sind in Wohnabschnitte aufzuteilen, in denen nicht mehr als 10 Personen Platz finden. Jeder Abschnitt ist mit einem eigenen Sanitärbereich auszustatten, der der Bewohnerzahl gerecht wird.

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