Zweite Runde für Podcastreihe

„Der gelebte Durchschnitt“ von Hofmann und Pagels

Zweite Runde für Podcastreihe

Der Name sollte Programm sein: „Der gelebte Durchschnitt“. Da treffen sich also zwei durchschnittliche Männer mittleren Alters mitten in der Provinz in einer gewöhnlichen Küche und reden über Alltägliches. Doch gerade in der bemühten Durchschnittlichkeit liegt in diesem Fall ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und das macht den Podcast von Oliver Hofmann aus Schneverdingen und Maik Pagels aus Walsrode zu etwas ganz Besonderem. Und diese Podcastreihe geht jetzt in die zweite Runde.

Während das Gros nach Marktlücken sucht, sich auf eine ganz bestimmte Hörergruppe konzentriert, kümmern sich die zwei Heidjer um den Rest und sprechen damit Menschen an, die bislang gefühlt auf der Strecke blieben und mit Podcasts wenig anfangen konnten.

Ihre Themen sind vielfältig und meist auch nur eine ungefähre Vorgabe, denn häufig galoppieren ihre Konversationen in andere Richtungen, verlieren sich die Protagonisten in Nebengeschichten und Anekdoten, um dann schmunzelnd und sympathisch wieder den Bogen zum eigentlichen Gesprächsfaden zu bekommen. Doch genau diese Anekdoten verleihen dem Podcast eine spezielle Würze, schließlich haben die beiden Durchschnittstypen überdurchschnittlich viel erlebt. Und das bei einigen Parallelen. Sie sind Väter, arbeiten „irgendwas mit Medien“, haben als Diskjockeys gearbeitet, eine Zeit auf Kreuzfahrtschiffen gelebt und teils zweifelhafte TV-Erfahrungen gesammelt. Doch gibt es bei der großen Schnittmenge auch viele Unterschiede: Während der eine die Oper liebt, joggen geht und pescetarisch isst, favorisiert der andere Iron Man, spielt Darts in verrauchten Kneipen und hat ein Genussrind-Abo.

In den bereits erschienenen zwölf Folgen der ersten Staffel wurde bereits über typische Dinge aus der „liebenswerten Provinz“ geredet und diskutiert. Ehrenamt, das Vatersein, Urlaubsgefühle, Freizeitgestaltung, Medien, Liebe und der Glaube sind nur einige Beispiele. Und immer schwingt der Respekt und die Verbundenheit zu der Region und ihren Menschen mit. „Ja, die Podcastreihe ist auch eine Liebeserklärung an die Provinz und in erster Linie natürlich an unsere Provinz. Wir sind glücklich, in dieser Region leben zu dürfen. Für uns ist das in gewisser Weise ein Privileg.“ Und Hofmann: „Deshalb machen wir halt ein bisschen Werbung dafür.“

Bei allem Erfolg, den „Der gelebte Durchschnitt“ bislang für sich verbuchen konnten, ein Problem bleibt auch in der zweiten Staffel bestehen: Es gibt keine richtige Kategorie bei den sogenannten Streaming-Portalen, auf denen man sich den Podcast anhören kann. „Wir haben uns jetzt mit den Begriffen Beziehung und Gesellschaft verlinkt, aber eigentlich bräuchten wir die Kategorie Laberpodcast“, witzelt Pagels. „Und das natürlich in all der positiven Bedeutung, die dieser Begriff haben kann“, betont Hofrman: „Laberpodcast mit wissenswertem Aha-Effekt, oder so ähnlich.“

Nun sind Olli und Maik, wie sie sich in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram nennen, in die zweite Staffel gestartet. Wer sich davon ein eigenes Bild machen möchte, der kann sowohl auf den Podcast-Plattformen wie Spotify, Apple und Podigee, als auch auf Youtube unter dem Suchbegriff „Der gelebte Durchschnitt“ fündig werden. Viele weitere Informationen gibt es auch auf www.olliundmaik.de.

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