Holzknappheit: Firmen sind besorgt

CDU-Bundestagskandidat Carsten Büttinghaus informiert sich im Sägewerk in Hemsbünde

Holzknappheit: Firmen sind besorgt

Viele Firmen und Betriebe sind besorgt, die Holzknappheit in Europa führt zu erheblichen Engpässen. Weil das Thema vielen in der Branche auf den Nägeln brennt, besuchte CDU-Bundestagskandidat Carsten Büttinghaus kürzlich das Sägewerk HIF in Hemsbünde, um sich zu informieren: „ Wenn Betriebe ihr Material nicht schnell genug bekommen, kann es sein, dass viele trotz Bauboom in der Corona-Zeit Kurzarbeit anmelden und damit den Finanzhaushalt belasten müssen“, sorgt sich der Christdemokrat.

Der Grund für die Holzknappheit und den damit einhergehenden Preisanstieg sei die enorme Nachfrage aus dem Ausland. Viele große Sägewerke exportieren derzeit massiv vor allem Nadelrundholz nach China und in die USA. „Wir haben wahrlich turbulente Zeiten. Die Zahlen steigen und fallen zu rasant, gerade geht es wieder nach oben. Der Preis am Holzmarkt ist in den vergangenen Monaten heftig angestiegen. Das ist in vielen Branchen spürbar. Insbesondere das Qualitätsholz wird knapp“, berichtete HIF-Geschäftsführer Jan Stoll. Büttinghaus hatte einen Lösungsvorschlag parat: Er regte an, dass die deutschen Betriebe ihren Bedarf an Holz-Kubikmetern rechtzeitig anmelden - und erst dann der Rest exportiert wird. „Allerdings wurde in den vergangenen Jahren der Holzpreis dermaßen in Deutschland gedrückt, dass viele Werke ihren geschäftlichen Fokus ins Ausland gerichtet haben,“ so der Christdemokrat. Zu überlegen sei demnach eine „faire Preisanpassung“.

„Wir sind hier ein Familienbetrieb und haben immer ganz reell gewirtschaftet. Zudem sind wir im Laubholzbereich aktiv. Hier ist die Lage zwar ähnlich, jedoch weit nicht so turbulent wie gerade beim Nadelholz. Unser Betrieb liefert den Rohstoff für Bodenbeläge oder Gebälk in bearbeitungsfertigem Zustand. Hauptsächlich Eiche, aber auch mal Esche oder Buche. Wir sind Experten in diesem Bereich“, berichtete Stoll. Mit Sorge blickt er auch auf die zunehmende Globalisierung, wenn es um die Wertschöpfung geht: „Wir müssen darauf achten, auch die regionalen Betriebe, insbesondere in Land- und Forstwirtschaft, zu erhalten. Unser Holz sollte auch in der Region verarbeitet werden, Europa geht natürlich auch. Mir geht es darum, die Wertschöpfungskette in der Region zu belassen“, so der Geschäftsführer mit Blick auf die Rohstoffaufkäufe, insbesondere aus dem asiatischen Raum heraus.

Büttinghaus und Stoll sind sich einig, dass es zur Umsetzung von klima- und umweltpolitischen Herausforderungen einen großen Ansatz geben müsse. Statt ideologischen müssten „pragmatische und nachhaltige Lösungsansätze“ her. „Es ist eine Menschheitsaufgabe, die uns alle betrifft. Und Holz wird uns auf diesem Weg noch lange begleiten,“ meinte Büttinghaus, der selbst aus einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb

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