Schwierig und gefährlich

160 Feuerwehrleute im Einsatz bei Brand in Insel

Schwierig und gefährlich

In der Nacht zu Dienstag, dem 4. August, brach im Dachstuhl eines Wohnhauses im Reinsehlener Weg in Insel ein Brand aus. Die insgesamt drei Hausbewohner konnten das Gebäude laut Polizeibericht „rechtzeitig verlassen und sich unverletzt in Sicherheit bringen.“

Um 0.14 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Insel, Schneverdingen und Zahrensen zu diesem Feuer gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen laut Feuerwehrbericht bereits meterhohe Flammen aus dem Dachbereich eines größeren Einfamilienhauses. Nach dem ersten Eindruck war die dortige Photovoltaik-Anlage in Brand geraten.

Aufgrund der äußerst anstrengenden und komplizierten Löscharbeiten musste mehr Personal an die Einsatzstelle gebracht werden. Somit wurde das Alarmstichwort auf F3-Großbrand erhöht und Stadtwehralarm ausgelöst. Hierzu unterstützen dann die Ortsfeuerwehren Großenwede, Lünzen, Wesseloh, Wintermoor, Heber und Langeloh die Löscharbeiten.

Ebenfalls wurden im Einsatzverlauf die Drehleitern aus Tostedt und Soltau sowie die Feuerwehr aus Welle alarmiert. Da viele Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, ließ der Einsatzleiter den Fachzug Atemschutz/Strahlenschutz alarmieren.

Das Löschen von Photovoltaik-Anlagen sei nicht alltäglich und berge Gefahren, so die Feuerwehr Schneverdingen: „Solche Anlagen stehen unter permanentem Strom, so dass das Ablöschen mit Wasser nur mit ausreichend Sicherheitsabstand möglich ist. Des weiteren bilden diese eine Art ‚Deckel‘ auf dem Dach, der den Zugang zu Brandherd und Dach verhindert.“

Nach und nach wurde das Dach, das aus Trapezblech (Stahlblech) bestand, mit Hilfe von Rettungssägen geöffnet, so dass die Glutnester gelöscht werden konnten.

Der Einsatz zog sich noch bis in die späten Mittagstunden. Insgesamt waren rund 160 Feuerwehrleute im Einsatz. Dazu Rettungsdienst und Polizei.

Ebenfalls an der Einsatzstelle befanden sich Stadtbrandmeister Manfred Ehlermann, seine Stellvertreter Gerd Bürger (Einsatzleitung) und Christian Schmalenberg sowie der Brandsicherheitsabschnittsleiter Nord der Feuerwehr Heidekreis, Matthias Meyer.

Zur Ursache meint auch Frank Rohleder von der Pressestelle der Polizeiinspektion Heidekreis, der Brand habe vermutlich eine technische Ursache im Bereich einer elektrischen Anlage: „Die Ermittlungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen. Der Schaden wird auf 150.000 Euro geschätzt.“

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