Explosion in Mobilheim | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz / Drei Verletzte

Explosion in Mobilheim

Auf dem Mobilheimpark „Aukamp“ in Lauenbrück ist es am gestrigen Dienstagnachmittag, 27. Oktober, gegen 17.27 Uhr zu einer Explosion in einem Mobilheim gekommen. Anschließend geriet das Gebäude in Vollbrand. Das berichtet die Polizeiinspektion Rotenburg.

„Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bemerkte die 77-jährige Bewohnerin des Mobilheims plötzlich Gasgeruch. Daraufhin zog sie ihre 71-jährige Nachbarin und den 46-jährigen Hausmeister des Mobilheimplatzes hinzu. Plötzlich kam es zu einer massiven Explosion. Das Mobilheim wurde vollständig zerstört und geriet in Vollbrand. Die drei Personen hielten sich zum Zeitpunkt der Explosion im Mobilheim beziehungsweise auf dem Grundstück auf. Sie erlitten schwerste Verletzungen und wurden nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in Kliniken gebracht“, so Marvin Teschke von der Pressestelle der Polizeiinspektion Rotenburg. Und weiter: „Durch das starke Aufgebot der alarmierten Feuerwehr konnte verhindert werden, dass die Flammen auf benachbarte Mobilheime übergriffen. Umliegende Mobilheime und Fahrzeuge wurden durch die Explosion und den Brand ebenfalls beschädigt“

Nach ersten polizeilichen Einschätzungen beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 125.000 Euro. Die Polizei hat die Brandermittlungen aufgenommen und den Brandort beschlagnahmt. Wie es zu der Explosion kam und ob ein Zusammenhang zwischen dem zuvor wahrgenommenen Gasgeruch und der Explosion besteht, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

„Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das betroffene Mobilheim bereits in Vollbrand. Der Mobilheimpark befindet sich außerhalb der Ortschaft in einem abgelegenen Waldgebiet. An der Einsatzstelle bot sich den Feuerwehrkräften ein Bild erheblicher Zerstörung. Teile der Außenwände des Mobilheims lagen mehrere Meter vom eigentlichen Gebäude entfernt. Ob es tatsächlich zu einer Explosion gekommen war, konnte seitens der Feuerwehr zunächst nicht bestätigt werden“, berichtet Jonas Hermonies, Sprecher der Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme). Wegen der Verletzten sei der Rettungsdienst mit fünf Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen vor Ort gewesen.

„Den Einsatzkräften gelang es, eine weitere Ausbreitung des Feuers auf die umliegenden Mobilheime zu verhindern. Ein unmittelbar neben dem brennenden Mobilheim abgestellter Pkw wurde durch den Brand ebenfalls beschädigt. Auch an einem angrenzenden Mobilheim entstanden leichte Schäden. Dort platzte aufgrund der starken Hitzeeinwirkung eine Fensterscheibe. Eine weitere Brandausbreitung konnte jedoch erfolgreich verhindert werden“, so Hermonies.

Eine besondere Herausforderung sei die Löschwasserversorgung gewesen. „Aufgrund der abgelegenen Lage des Mobilheimparks war die Versorgung mit ausreichend Löschwasser unmittelbar an der Einsatzstelle nur eingeschränkt möglich. Die Einsatzkräfte mussten daher eine umfangreiche Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke aufbauen. Hierfür wurden zahlreiche Feuerwehrschläuche verlegt, um das benötigte Löschwasser bis zur Brandstelle zu transportieren“, berichtet der Feuerwehrsprecher: „Insgesamt waren nach ersten Schätzungen rund 100 Feuerwehrkräfte mehrerer Ortsfeuerwehren im Einsatz. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung erforderte insbesondere der Aufbau der Löschwasserversorgung einen erheblichen personellen und technischen Aufwand.“