Waldbrände genau im Blick

Überwachungszentrale in Lüneburg wird derzeit modernisiert

Waldbrände genau im Blick

Die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) betreiben im Auftrage des Landes das Automatisierte Waldbrand-Früherkennungssystem (AWFS) in Lüneburg. Das AWFS wird momentan modernisiert. Die Arbeiten werden pünktlich zum Beginn der Waldbrandsaison, die im vergangenen Jahr bereits Mitte März begonnen hat, abgeschlossen sein.

Damit wird die Waldbrandvorsorge in den besonders gefährdeten Risikogebieten im nordöstlichen Niedersachsen auch für die Zukunft sichergestellt. Das überwachte Gebiet erstreckt sich auf die sechs Landkreise Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle.

Die Technik, die ursprünglich vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) entwickelt worden ist, hat sich seit ihrer Inbetriebnahme 2011 vielfach bewährt. Die optischen Sensoren des Systems stellen eine flächendeckende Überwachung sicher und können selbst in 20 Kilometern Entfernung Rauchentwicklungen durch Entstehungsbrände erkennen und exakt verorten. Ziel ist es, Waldbrände so früh wie möglich zu lokalisieren und erfolgreich zu bekämpfen, um die Entwicklung größerer Brandereignisse zu verhindern und Schäden für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten.

„Das AWFS war mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Die Überwachungskameras werden zur Zeit durch leistungsfähigere Modelle ersetzt. In der Zentrale in Lüneburg sorgen ein neuer Server und neue Rechner an den fünf Arbeitsplätzen für schnellere Auswertungsmöglichkeiten der übertragenen Bilder. Eine neue Großbildwand gibt unseren Brandwächtern die Möglichkeit, unklare Warnmeldungen schneller und besser gemeinsam zu beurteilen“, erläutert Helmut Beuke, Leiter der Projektstelle Waldbrandprävention, die derzeit laufenden Modernisierungsschritte.

Ab Waldbrandwarnstufe 3 ist die Lüneburger Zentrale mit speziell geschulten Forstwirten besetzt und überwacht eine 440.000 Hektar große Waldfläche im nordöstlichen Niedersachsen. Die überwachte Gesamtfläche liegt sogar bei fast einer Million Hektar. Die 20 optischen Sensoren des Systems, verteilt auf 17 Standorte, sind in der Lage, eine flächendeckende Überwachung sicherzustellen.

Dabei erkennen sie besser als das menschliche Auge selbst in 20 Kilometer Entfernung noch Entstehungsbrände. Sobald eine der hochempfindlichen Sensoreinheiten des Systems eine Rauchentwicklung aufgespürt hat, erfolgt eine automatische Meldung an die Zentrale. Hier wird die Meldung der Livebilder ausgewertet, analysiert und eine exakte lokalisierung über eine Kreuzpeilung der verschiedenen Kamerastandorte vorgenommen. Bei einem bestätigten Brandereignis wird sofort die zuständige Feuerwehrleitzentrale benachrichtigt und mit den notwendigen Informationen versorgt.

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