Wer sich für Plattdeutsch interessiert – entweder als Muttersprachler oder einfach aus Neugier –, hat am 22. Februar in Lünzen Gelegenheit, Rolf Wagner vom Geschichts- und Museumsvereins Buchhholz zuzuhören. Ab 14 Uhr liest er im Immenhus Texte, die zum Teil von den schwierigen Jahren nach 1945 berichten, zum Teil aber auch als leichtere Kost zum Schmunzeln anregen.
Wagner liebt „sein“ Platt, das bekanntermaßen keine dialektale Ausformung des Hochdeutschen ist, sondern eine eigenständige Sprache. Dementsprechend gern trägt er Texte auf Platt vor, die möglichst aus dem gesamten Sprachraum kommen – der in Deutschland von Münster bis Stralsund und von Magdeburg bis Flensburg reicht.
Nach einer kurzen Einführung durch Jörg Schröder stellt er in Lünzen ganz verschiedene Texte vor, die auch Bezug auf die jüngste Ausstellung im Dorfmuseum nehmen; hier befasste man sich 2025 mit Kriegsvertriebenen, vor allem mit dem Schicksal von Frauen und Kindern.
Nach einer Pause kommen dann auch heitere Autorenstimmen zu Wort, sodass sich das Publikum gegen 16 Uhr zufrieden verabschieden kann. Der Eintritt ist frei, über eine kleine Geldspende für Kaffee und Kuchen in der Pause freut sich der Heimatverein Lünzen.