Großbrand: Rund 200 Feuerwehrleute kämpfen in Lünzen gegen die Flammen

Polizei schätzt die Schadenssumme auf rund eine Million Euro

Großbrand: Rund 200 Feuerwehrleute kämpfen in Lünzen gegen die Flammen

Etliche Heidjer fragten besorgt in den sozialen Netzwerken, was denn in Lünzenbrockhof los sei. Dort stieg am vergangenen Samstagnachmittag eine Rauchsäule auf, die kilometerweit zu sehen war. Ursache war ein Großbrand auf einer Hofstelle. Eine Scheune, mehrere Nebengebäude und ein Wohnhaus standen in Flammen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Rund 200 Kräfte aus 17 Feuerwehren kämpften gegen die Flammen und konnten ein Übergreifen auf ein weiteres Wohnhaus, einen Schweinestall und ein Nebengebäude gerade noch verhindern. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, jedoch sind 16 Bewohnerinnen und Bewohner von dem Großfeuer betroffen, die laut Kreisfeuerwehr Heidekreis „noch an der Einsatzstelle von Notfallseelsorgern und dem DRK betreut wurden.“

Als die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, brannte eine Scheune bereits lichterloh. Durch die enorme Hitzeentwicklung hatte das Feuer auf der einen Seite auf das Dach und die Giebelseite eines Wohnhauses und auf der anderen Seite auf ein Nebengebäude übergegriffen. Sofort wurde Großalarm ausgelöst. Zunächst waren die Freiwillige Feuerwehr Schneverdingen sowie die Ortswehren Großenwede und Lünzen vor Ort, umgehend wurde alle Ortswehren aus dem Stadtgebiet nachalarmiert, ebenso die Ortsfeuerwehren Grauen und Tewel aus der Nachbargemeinde Neuenkirchen.

„Da sich die Löschwasserversorgung schwierig gestaltete, wurde der Fachzug Wassertransport 25 der Kreisfeuerwehrbereitschaft alarmiert. Unterstützt wurden wir beim Wassertransport auch mit Güllefässern örtlicher Landwirte und Lohnunternehmer“, so ein Feuerwehrmann aus Zahrensen. Das Löschwasser sei aus einem Bach, einem Teich und Hydranten teilweise über mehrere Hundert Meter zur Einsatzstelle befördert worden. „Da mit einer Großzahl eingesetzter Atemschutzgeräteträger gerechnet werden musste, war der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Heidekreis ebenfalls vor Ort“, so der Sprecher der Ortswehr weiter.

Um den Brand zu löschen, gingen laut Kreisfeuerwehr Heidekreis etwa 30 Trupps unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Neben den rund 200 Feuerwehrleuten waren auch der organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie zwei Schnelleinsatzgruppen des DRK aus Schneverdingen und Wietzendorf, zwei Notfallseelsorger, die Polizei sowie die mit Güllefässern unterstützenden Landwirte im Einsatz.

„Die Scheune, in der unter anderem zwei Oldtimer abgestellt waren, und zwei weitere Nebengebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder“, heißt es im Polizeibericht. Am Wohnhaus wurde der Dachstuhl durch das Feuer zerstört. Es ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzt die entstandene Schadenssumme auf rund eine Million Euro. „Die Brandermittlungen dauern derzeit an“, so ein Polizeisprecher. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Soltau unter der Telefonnummer (05191) 93800 entgegen.

In den sozialen Netzwerken lobten zahlreiche Nutzer die Arbeit der Einsatzkräfte. Auch Schneverdingens Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens richtete ein „großes Dankeschön“ an alle beteiligten Ortswehren sowie Einsatzkräfte und würdigte „die engagierte und tatkräftige Hilfe.“ Sie brachte es auf den Punkt: „Auf unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ist immer Verlass!“

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