Auch Wildpark Müden stark von der Coronakrise betroffen

Geschäftsführer Thomas Wamser schildert die Situation

Auch Wildpark Müden stark von der Coronakrise betroffen

Ob Großkonzern oder Selbständiger, ob Ladengeschäft oder Freiberufler - die Corona-Krise hat quer durch die Branchen massive Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Arbeitswelt. Auch der Wildpark Müden ist schwer getroffen, wie jetzt Thomas Wamser, Geschäftsführer der Wildpark Müden GmbH, mitteilt.

Der Pflanzen- und Kunsthandwerkermarkt des Wildparks stand vor der Tür, und das frühlingshafte Wetter sollte für einen erfolgreichen Start in die Sommersaison und für fröhliche, glückliche Gäste sorgen. Der muntere Nachwuchs bei den Ziegen, Heidschnucken und Mufflons wartete bereits auf die Besucher des zehn Hektar großen Wildparks in der Lüneburger Heide. Dann aber, am 17. März, mussten die Türen verschlossen bleiben. Hatten wenige Tage zuvor noch Kinder auf dem großen bunten Hüpfkissen getobt, so ist nun die Luft raus.

„Besonders schwer trifft die vorsorgliche Schließung vor allem die kleinen, privaten Tier- und Wildparks, so auch unseren Wildpark Müden mit seinen 25 Mitarbeitern“, so Wamser. Es gebe keine Einnahmen, die Tiere indes müßten nach wie vor versorgt werden. Auch Fachpersonal werde weiterhin benötigt. „Die Versorgung unserer Tiere ist dabei auf jeden Fall gesichert“, erklärt Wamser. Um jedoch weiterhin spezielles und qualitativ hochwertiges Futter für die Tiere und natürlich auch den notwendigen Einsatz des Fachpersonals zu sichern, hatte der Wildpark bereits seine „Social Media Community“ um finanzielle Unterstützung in Form von Spenden oder den Kauf von Onlinetickets oder Jahreskarten gebeten. Letztere können dann eingelöst werden, wenn der Park wiedereröffnen kann. „Die daraus resultierende Solidarität der Nachbarn, ‚Social Media Community‘, Stammgäste, regionaler Lieferanten und Dienstleister ist für das Team vom Wildpark überwältigend und hilft dabei, den Fall etwas zu bremsen“, freut sich der Geschäftsführer. So habe beispielsweise der Futterlieferant eine komplette Ration Tiernahrung gespendet, zudem seien rührende Videobotschaften und aufbauende Worte per E-Mail, Briefpost und Telefon eingegangen, über die sich das Team des Wildparks sehr gefreut habe. Als „Dankeschön“ haben Mitarbieterinnen und Mitarbeiter, die teilweise in Kurzarbeit sind, ein Video für die sozialen Kanäle erstellt, das unter folgendem Link zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=ewEg9-pJ2Lc&feature=youtu.be

Der Wildpark ist jedoch laut Wamser auf weitere Unterstützung angewiesen, „um den Park mit den rund 200 Tieren zu erhalten.“ Hierzu hat das Team unter helfen.wildparkmueden.de bereits mögliche Unterstützungsmaßnahmen für alle Freunde des Wildparks aufgeführt.

Übrigens: Die beliebte Flugschau mit Greifvögeln wird erstmalig am Ostersonntag, dem 12. April, um 15 Uhr im Livestream auf der Facebookseite des Wildparks ausgestahlt.

Logo