24-Stunden-Mofa-Rennen in Munster: Schrauben, fahren und feiern

„Wir starten wieder“ lautet das Motto vom 27. bis 28. August

24-Stunden-Mofa-Rennen in Munster: Schrauben, fahren und feiern

Es ist für alle Beteiligten ein großer Spaß, das 24-Stunden-Mofa-Rennen, zu dem die Renngemeinschaft Munster, ein eingetragener Verein, einlädt. In diesem Jahr steht es vom 27. bis 28. August auf einer landwirtschaftlichen Anbaufläche in der Nähe von Haus Ilster vor den Toren Munsters auf dem Programm. „Wir starten wieder“ lautet das Motto. Die Namen der teilnehmenden Teams lassen erahnen, dass der Spaß am knatternden Zweirad und an fröhlicher Geselligkeit ganz klar im Vordergrund steht. So gehen zum Beispiel Mannschaften wie „Team Stulln Schmierer“, „Polinalkrimizei“, „Cucumber Racing Team“ oder „Astra Rakete“ ins Rennen. Auch in diesem Jahr dürfte die Gaudi wieder zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer aus nah und fern anziehen, zumal im Rahmen der Veranstaltung ordentlich gefeiert wird. Der Eintritt ist frei.

„Wir starten wie gewohnt in drei verschiedenen Mofa-Klassen mit mehr als 20 teilnehmenden Teams.Erstmals ist eine Extra-Klasse für Roller dabei, bislang mit fünf Teams“, berichtet Marcus Lübke, Schriftführer der Renngemeinschaft Munster. Letzteres resultiert aus einer Anfrage des Vereins „Uemmer lustig Hanstedt II“, der sein 24-Stunden-Roller-Rennen in Hanstedt auch in diesem Jahr nicht ausrichten kann und deshalb bei den Munsteranern angefragt hat, ob er sich in deren Veranstaltung integrieren könne. Das „Ja“ der Örtzestädter ließ nicht lange auf sich warten, so dass in diesem Jahr auch Roller rund um die Uhr den Untergrund „beackern“. Eine Herausforderung ist für die Organisatoren die Streckenplanung, insbesondere wegen der Fahrerei in der Nacht. „Wir haben drei Heliumballons vom Technischen Hilfswerk, die das Ganze im Dunkeln ausleuchten. Die Strecke muss daher so konzipiert sein, dass sie möglichst optimal beleuchtet wird“, erklärt Lübke. Außerdem müsse jeder Fahrer aus Sicherheitsgründen mit Licht fahren und eine Warnweste tragen.

Bereits am Freitag, dem 26. August, stehen von 8 bis 19.30 Uhr Anreise, Anmeldung und Kradabnahmen auf dem Plan. Von 17 bis 18 Uhr gibt es ein erstes freies Training und um 20 Uhr eine Fahrerbesprechung am Festzelt. Am Samstag, dem 27. August, geht es von 8 bis 9 Uhr mit einem freien Training weiter, eine Viertelstunde später schließt sich eine Fahrerbesprechung für Nachzügler an. Nach der Startaufstellung um 9.30 Uhr und einigen Grußworten fällt um 10 Uhr der Startschuss. Es gibt einen sogenannten Le-Mans-Start: Die Fahrer stehen einige Meter von ihren Mofas entfernt hinter einer Linie, laufen zum Zweirad und starten es. Erfunden wurde dieser Start im Jahr 1925 im französischen Le Mans, berühmt für sein 24-Stunden-Rennen. Das Abendprogramm im Festzelt gestaltet in diesem Jahr „DJ Uschi“. Die Mitglieder der Teams fahren dann „durch“, die Motoren verstummen erst wieder am Sonntag um 10 Uhr. Das heißt allerdings nicht, dass sich dann gleich wieder alle „vom Acker machen“, denn die Siegerehrung steht um 11 Uhr auf dem Programm.

Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt. Das 24-Stunden-Mofa-Rennen in Munster hat eine große Fangemeinde. „Wir haben immer bis zu 1.000 Besucher, manchmal auch mehr“, berichtet Lübke. Zuletzt schauten die Fans allerdings in die Röhre, denn wegen der Corona-Pandemie gab es im Jahr 2019 die bislang letzte Veranstaltung. Umso mehr freuen sich Zuschauer und Teams, in diesem Jahr wieder dabeisein zu können.

Viele Mannschaften, die im Rennen an den Start gehen, haben großen Spaß daran, an den Zweirädern zu schrauben, um sie auf die außergewöhnlichen Belastungen im Gelände vorzubereiten und das beste aus den „Maschinen“ herauszuholen. Dabei ist allerdings ein umfangreiches Regelwerk zu beachten, damit alle Teams die gleichen Chancen haben. So sind nur handgeschaltete Motoren mit maximal drei Gängen oder Automatikgetriebe erlaubt. Das Motorgehäuse muss von einem Mofa stammen. Zugelassen sind nur Hubkolbenmotoren gemäß dem Otto-Zweitakt-Prinzip. Der zulässige Hubraum beträgt maximal 50 Kubikzentimeter. Außerdem muss am Mofa ein wirksamer Schalldämpfer montiert sein. „Krawall-Racing-Tüten“ wollen die Veranstalter nicht auf der Strecke sehen - und schon gar nicht hören.

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