Antrittsbesuch in Munster: Verteidigungsministerin zu Gast

Christine Lambrecht informiert sich bei Panzerlehrbrigade 9 „Niedersachsen“ über verschiedene Themengebiete

Antrittsbesuch in Munster: Verteidigungsministerin zu Gast

Im Dezember hat sie das Amt als Verteidigungsministerin übernommen, jetzt war Christine Lambrecht in Munster zu Gast, um sich zu informieren: Bei ihrem Antrittsbesuch beim Deutschen Heer in der Örtzestadt am vergangenen Montag standen die Vorbereitungen der deutschen Landstreitkräfte auf internationale Bündnisverpflichtungen im besonderen Interesse der Ministerin. Dazu gab ihr der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, einen Überblick über die Fähigkeiten des Heeres. Aber auch die vorhandenen Defizite, besonders bei der Digitalisierung und der Führungsfähigkeit, wurden bei dem Treffen klar angesprochen. Der Schutz vor Bedrohungen aus dem Luftraum war ein weiteres Thema, das laut der Mitteilung der Bundeswehr beim Besuch der Panzerlehrbrigade 9 „Niedersachsen“ auf dem Programm stand.

„Bei der mit etwa 65.000 Angehörigen größten Teilstreitkraft der Bundeswehr stehen Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Mittelpunkt des Besuchs“, hatte die Bundeswehr bereits im Vorfeld verkündet. Doch am vergangenen Montag blieb es nicht bei der „Theorie“, sondern die Soldatinnen und Soldaten zeigten auch, was sie leisten können: In einer dynamischen Vorführung auf dem Truppenübungsplatz Munster stellte die Panzerlehrbrigade 9 Teile ihre Fähigkeitsprofils für die Landes- und Bündnisverteidigung dar. Am Ende des Besuchs übergab die Ministerin noch fünf neue Kampfpanzer Leopard 2A7V an die Brigade übergeben.

Die sind normales „Arbeitsgerät“, denn die Panzerlehrbrigade 9 „Niedersachsen“ ist ein panzerstarker Kampfverband des Heeres: „Mit einer Stärke von rund 6.000 Frauen und Männern ist die Brigade befähigt, multinationale Landoperationen bei friedenserhaltenden oder friedenserzwingenden Auslandeinsätzen und Einsatzgleichen Verpflichtungen der Bundeswehr zu planen, vorzubereiten und durchzuführen. Derzeit sind rund 200 Soldatinnen und Soldaten der Brigade bei der NATO-Mission ‚enhanced Forward Presence (eFP)‘ in Litauen eingesetzt“, so die Mitteilung der Bundeswehr.

Sie unterstützt darüber hinaus die Ausbildung des Führungsnachwuchses der Bundeswehr, des gesamten Heeres und im Speziellen der gepanzerten Kampftruppen durch Lehrvorführungen auf den nahegelegenen Übungsplätzen Munster und Bergen. Als sichtbares Zeichen der Anerkennung verlieh Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Jahr 1987 dem Großverband das Ärmelband „Panzerlehrbrigade 9“.

Einer neuen Herausforderung stellten sich die Soldaten in der jüngeren Zeit: „In den vergangenen Monaten bis heute leistet die Brigade durch den Einsatz von gegenwärtig circa 280 Soldatinnen und Soldaten einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Darüber hinaus hält die Brigade rund 2.100 Soldaten in Bereitschaft um schnell verfügbare Kräfte einsetzen zu können, wenn die Lage es erfordert und die verantwortlichen zivilen Stellen Hilfe anfordern“, so die Mitteilung. Und weiter: „Zu den konkreten Maßnahmen zählen zum Beispiel die Kontaktnachverfolgung, Unterstützung in Impfzentren und Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen und benachbarten Bundesländern.“

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