Appell an den Kreistag

Vorstand des Munsteraner Seniorenbeirates schreibt offenen Brief

Appell an den Kreistag

In einem offenen Brief appelliert der Vorstand des Seniorenbeirates der Stadt Munster an die Abgeordneten des Kreistages des Heidekreise, sich bei der Standortwahl für ein neues Heidekreis-Klinikum (HKK) nicht für den Standort südlich von Bad Fallingbostel zu entscheiden:

Als Seniorenbeirat der Stadt Munster vertreten wir die Interessen von über 4.000 Seniorinnen und Senioren der Stadt Munster. Insbesondere für Seniorinnen und Senioren ist eine angemessene ärztliche Versorgung mit vielfältiger Kompetenz in erreichbarer Nähe lebensnotwendig. Dieses sehen wir für uns Munsteraner für die Zukunft bezüglich der Krankenhausversorgung nicht gewährleistet.

Mit Erstaunen stellen wir fest, dass die Gutachter und der Aufsichtsrat des Heidekreis-Klinikums den Stand­ort des neuen Heidekreis-Klinikums aufgrund einer Bewertungsmatrix südlich von Bad Fallingbostel festgelegt haben. Damit ist dieser Standort für uns Munsteraner nicht innerhalb von 30 Minuten zu erreichen.

Auch im Kopf der Munsteraner wird dieser Standort im Süden des Landkreises nicht akzeptiert und somit nicht angenommen werden. Hier wird Dorfmark - als Mitte des Landkreises - von uns Munsteranern noch akzeptiert werden. Bei einer Entscheidung für einen Standort südlich Bad Fallingbostels werden die Munsteraner diesen höchstwahrscheinlich genauso wenig wie den jetzigen Standort Walsrode nutzen und weiterhin vornehmlich die umliegenden Kliniken in Uelzen und Celle aufsuchen.

Wir appellieren an die Abgeordneten des Kreistages des Heidekreises, sich am 26. Juni in der Kreistagssitzung nicht für einen Standort südlich von Bad Fallingbostel zu entscheiden sondern für einen Standort, der auch für die meisten Einwohner des nördlichen Heidekreises in einer halben Stunde erreichbar und akzeptabel ist. Seien Sie nicht dafür verantwortlich, dass Munster für die nächsten Jahrzehnte von der Kranken­haus­versorgung des Heidekreises abgeschnitten wird.

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