Aus Osterfeuer wird „Feuer des Friedens“

Bürgergilde Munster und Einrichtungen der Örtzestadt starten am 16. April große Spendenaktion auf dem Schützenplatz

Aus Osterfeuer wird „Feuer des Friedens“

Rund sechs Wochen ist es her, dass die Bürgergilde Munster zur Vorstellung ihres Programms zum Jubiläumsjahr eingeladen hatte (HK berichtete). „Nur einen Tag nach unserem Pressetermin brach der Krieg in der Ukraine aus“, erinnert sich Marco Tews. Sofort überlegten der 1. Gildeherr und das Planungsteam der Schützen, was sie tun könnten: „Wir haben dann schnell beschlossen, aus unserem Osterfeuer eine große Benefizaktion zu machen“, so Tews beim Pressegespräch in der vergangenen Woche. Nun soll also am 16. April das „Feuer des Friedens“ auf dem Schützenplatz in Munster entzündet werden. Die Veranstaltung, die um 18 Uhr startet (Einlass ab 17.30 Uhr), ist als große Spendenaktion geplant - und für die hat die Gilde noch mehrere Institutionen der Örtzestadt als Unterstützer gewinnen können.

Das Osterfeuer sollte eigentlich der Auftakt für das Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag der Bürgergilde sein - nun bekommt die Veranstaltung einen ganz anderen Charakter und für die Ausrichtung haben die Planer weitere Einrichtung mit ins Boot geholt. Dafür mussten die Schützen bei den jeweiligen Stellen nicht lange bitten: „Egal bei wem wir angeklopft haben, alle haben sofort zugesagt“, freut sich der 1. Gildeherr. „Es ist wirklich toll, dass alle - auch unsere Schützen, die mit rund 80 Leuten bei Aufbau und Abwicklung des Abends helfen - mitgezogen haben.“ Und einige Vertreter der an dieser Gemeinschaftsaktion beteiligten Organisation stellten beim Pressetermin ihren Beitrag vor. Mit dabei: Sally Jacobson für den Bundeswehrfamilien Munster e. V., Patrick Gerhardt vom Bürgerhaus, Maike Henseleit vom Musikzug Munster und Dr. Detlef Rogosch für den Kirchenvorstand der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Munster. Für die Schützen neben Tews in der Runde: Annika Feierabend als Gildeschriftführerin und Rainer Behrens als Gildeschatzmeister.

Die einzelnen Institution sind mit verschiedenen Aktionen und Angeboten beim „Feuer des Friedens“ vertreten: Der Verein Bundeswehrfamilien Munster ist mit einem Waffelstand dabei, das Bürgerhaus reaktiviert die „Wimbar“, an der alkoholfreie Cocktails serviert werden, und der Musikzug Munster bereitet Sandwiches zu. Die Bürgergilde schenkt an den Bierwagen Getränke aus, der Schützennachwuchs lädt zum Stockbrotbacken ein, und die Kanoniere bieten Gulaschsuppe an. „Und wir freuen uns sehr, dass auch die Kirchengemeinde mit dabei ist“, so Tews. Pastor Dr. Johannes Schoon-Janßen werde an dem Abend eine Andacht gestalten, kündigt Rogosch an.

Diese sei nach den Grußworten (ab 18.30 Uhr) vorgesehen. Um 19 Uhr wird dann das Feuer entzündet. Gegen 19.15 Uhr ist ein Auftritt der „Blue Dragons“ geplant. Bis etwa 1 Uhr, so kalkuliert der 1. Gildeherr, werde die Veranstaltung gehen. Zu der ist der Eintritt frei, und für die Bezahlung kommt statt „Barem“ das bewährte Chip-System zum Einsatz - viel Geld möchten die Organisatoren dennoch sammeln: Denn die Erlöse des Abends werden in vollem Umfang einer Hilfsorganisation für die Opfer des Ukrainekrieges gespendet. „Dafür helfen alle ehrenamtlich mit - auch die Kräfte von DRK und Feuerwehr, die den Abend ebenfalls begleiten“, lobt Tews das große Engagement der vielen „helfenden Hände“.

Zudem werden beim „Feuer des Friedens“ Spendendosen ‘rumgehen. Alles gesammelte Geld solle übrigens vor Ort eingesetzt werden, hebt Rogosch hervor: „Das animiert die Leute, vielleicht sogar ein wenig mehr zu geben.“ Denn die Summe möchten die Ausrichter für die Unterstützung der mittlerweile rund 116 Flüchtlinge (zum Zeitpunkt des Pressegesprächs vergangene Woche) einsetzen, die in Munster untergekommen sind. „Die Bürgerstiftung hat dafür bereits ihr Konto wieder ‚hochgefahren‘, um darüber alles abwickeln zu können“, erklärt Gerhardt.

„Wir danken auch der Stadt, die uns die Buden zur Verfügung stellt“, betont Tews. „Wir hoffen, dass nun auch das Wetter mitspielt und wir am Ende eine ordentliche Summer zusammenbekommen.“

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