Ausbildungszentrum Munster heißt wieder Panzertruppenschule

Umbenennungsappell und Aushändigung von Offizierbriefen

Ausbildungszentrum Munster heißt wieder Panzertruppenschule

Das Ausbildungszentrum (AusbZ) Munster heißt nun wieder Panzertruppenschule Munster. Nachdem das AusbZ im Jahr 2008 seinen Namen erhalten hatte, gab es immer wieder den Wunsch seitens der Truppe, die Bezeichnung als Panzertruppenschule wieder zu etablieren. Gleiches galt für andere Ausbildungseinrichtungen des Heeres. Dieses Signal wurde unter anderem vom damaligen Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Peter Tauber und dem damaligen Inspekteur des Heeres, General Jörg Vollmer, positiv aufgenommen, so dass die entsprechende Billigung schließlich durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, erfolgte, um alle Ausbildungseinrichtungen des Heeres und deren nachgeordnete Bereiche umzubenennen.

Zu diesem Umbenennungsappell, zu dem die Soldatinnen und Soldaten unter Corona-Bedingungen antraten, konnte der Kommandeur der alten, neuen Panzertruppenschule, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, neben der Bürgermeisterin der Stadt Munster, Christina Fleckenstein, auch den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Lars Klingbeil, sowie den Befehlshaber „NATO Joint Forces Command“ im niederländischen Brunssum, General Jörg Vollmer, den Kommandeur Deutsche Anteile Multinationale Korps/Militärische Grundorganisation im brandenburgischen Strausberg, Generalleutnant Stephan Thomas, und den Kommandeur des Ausbildungskommandos in Leipzig, Generalmajor Norbert Wagner, begrüßen.

„Diese Schule steht seit jeher für exzellente Ausbildung, die nicht nur innerhalb des Heeres bekannt ist, sondern auch streitkräfteweit und über die Grenzen Deutschlands anerkannt und als Vorbild gesehen wird“, unterstrich General Thomas und führte weiterhin aus, dass mehr als das Schild am Kasernentor es die Menschen seien, die diesen Standort zur Panzertruppenschule machten.

„Es gibt zwei gute Gründe für diesen Appell: Zum einen erhält diese stolz Einrichtung ihren alten Namen zurück. Gleiches gilt im Kern auch für die beiden Ausbildungsbereiche Panzer- und Heeresaufklärungstruppe. Die Artillerieschule trägt ihren traditionsreichen Namen bereits seit vergangener Woche“, erklärte General Spannuth. „Und zum anderen beenden wir mit der Übergabe der Offizierbriefe den ersten Fahnenjunkerlehrgang seit 16 Jahren in den Truppengattungen der Panzer-, Panzergrenadier- und Heeresaufklärungstruppe hier in Munster.“ Mit beiden Entscheidungen, der Umbenennung und der Neuordnung der Offizierausbildung, werde an Bewährtes wie auch an die eigene Bundewehr-Tradition angeschlossen, betonte der Kommandeur. Er würdigte in diesem Zusammenhang das Engagement von General Vollmer, der seinerzeit als Inspekteur des Heeres erste Impulse zur Umbenennung der Truppenschule gegeben hatte.

Mit der Verleihung der neuen Fahnenbänder und der Aushändigung der Offizierbriefe an die Lehrgangsbesten endete dieser besondere und dennoch würdige Appell in Zeiten der Corona-Einschränkungen. „Gerade auch für unseren Offiziernachwuchs sowie für deren Ausbildern wollte ich ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung setzen und die Bedeutung dieses Lehrgangs, nämlich die Qualifikation zur Offizierlaufbahn geschafft zu haben, untermauern. Hierzu haben vor allen Dingen die Gäste durch ihre Anwesenheit beigetragen“, so Spannuth.

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