Großübung „Wettiner Heide“: Etliche Marschkolonnen - auch im Heidekreis

Umfangreiche Manöverbewegungen: Rund 2.000 Fahrzeuge im Einsatz

Großübung „Wettiner Heide“: Etliche Marschkolonnen - auch im Heidekreis

Wegen der Übung „Wettiner Heide“ wird es im Zeitraum vom 2. bis 20. Mai auf den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster umfangreiche Manöverbewegungen geben (HK berichtete). Die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ mit Sitz im sächsischen Frankenberg mit ihren Truppenteilen aus Sachsen und Thüringen sowie das Logistikregiment 1/Logistikbataillon 171 aus Burg bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt) führen die Übung auf den Truppenübungsplätzen sowie im öffentlichen Raum zwischen den beiden Truppenübungsplätzen - beziehungsweise an die diese angelehnt - durch. Rund 7.000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 2.000 Fahrzeuge sind beteiligt.

Die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ stellt Soldatinnen und Soldaten für die NATO Response Force (NRF) 2022 bis 2024, die Eingreiftruppe der NATO, bereit und bildet ab kommenden Jahr in einer Sonderrolle zudem den Leitverband für die multinationalen Landanteile der „NATO Very High Readiness Joint Task Force“ (VJTF), der sogenannten Speerspitze der NATO. Insgesamt besteht die VJTF-Landbrigade aus zehn Bataillonsäquivalenten sowie weiteren Einheiten mit Unterstützungsfähigkeiten wie zum Beispiel Feldjägerwesen. Das Logistikbataillon 171 bildet in der Rotation NRF 2022 bis 2024 den Kern des Logistikbataillons „Land NRF“. Dabei führt das Logistikbataillon 171 insgesamt sieben Logistikkompanien aus den Standorten Burg, Delmenhorst und und Beelitz.

Der erste Teil der Übung „Wettinger Heide“ umfasst vom 2. bis 6. Mai den Anmarsch der Truppenteile vom Truppenübungsplatz Senne in Nordrhein-Westfalen über die Weser bei Minden in das Bundesland Niedersachsen, um über die Bundesautobahnen BAB 2 und BAB 7 zu den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster zu gelangen. Parallel werden weitere Truppenteile vom Truppenübungsplatz Klietz in Sachsen-Anhalt über die Elbe bei Hohengöhren/Storkau durch das westliche Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen fahren, um im Schwerpunkt über die Bundesstraßen 188, 189, 190, 71, 248, 244, 214, 491 und 191 zu den Truppenübungsplätzen zu gelangen.

„Es ist in dieser Phase mit einer Vielzahl von Marschkolonnen mit Bundeswehrfahrzeugen aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen auf den Bundesautobahnen, Bundesstraßen sowie Land- und Kreisstraßen in Niedersachsen zu rechnen“, teilt die Bundeswehr mit.

In der zweiten Phase der Übung „Wettiner Heide“ ist laut Bundeswehr vom 7. bis 20. Mai mit militärischen Fahrzeugverkehr, „besonders mit Schwerlasttransporten, Transport von Großgütern und Gütern aller Art, als Einzelfahrzeuge, aber auch in Marschkolonnen rund um die Truppenübungsplätze sowie in den Landkreisen Lüneburg, Heidekreis, Celle, Gifhorn, Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter und in der Region Hannover zu unregelmäßigen Zeiten bei Tag und Nacht zu rechnen.“ In den genannten Zeiträumen und Bereichen könne es Verkehrsbehinderungen durch Kolonnen und überbreite gepanzerte Ketten- und Radfahrzeuge geben.

Die Übung „Wettiner Heide“ stehe nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem derzeitigen Krieg in der Ukraine, sie sei vielmehr „Teil einer seit mehreren Jahren geplanten Übungsserie zur Herstellung der Einsatzbereitschaft für die Leitfunktion Deutschlands im Rahmen der NATO Response Force-Rotation 2022 bis 2024.“

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