Allwetterbad schließt zum 1. September: „Zuspitzende Lage an Energiemärkten“

Stadtwerke Munster-Bispingen GmbH: „Alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung ausschöpfen - die Lage ist ernst“

Allwetterbad schließt zum 1. September: „Zuspitzende Lage an Energiemärkten“

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage an den Energiemärkten, eines möglichen Lieferstopps und der steigenden Energiepreise seien auch die kommunalen Stadtwerke gezwungen, Energie zu sparen, so die Stadtwerke Munster-Bispingen GmbH. Das Versorgungsunternehmen geht den nächsten Schritt und informiert nun: „Somit mussten wir schweren Herzens eine Entscheidung treffen und folgendes beschließen: Das Allwetterbad Munster wird vom 1. September 2022 bis zum 31. März 2023 vorsorglich geschlossen. Das Luhetalbad in Bispingen wird in den eingeschränkten Betrieb gesetzt. Details werden in Kürze bekannt gegeben. Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat begleiten und unterstützen diese unbedingt notwendigen Energieeinsparmaßnahmen in enger Abstimmung mit den Bürgermeistern Dr. Jens Bülthuis (Bispingen) und Ulf-Marcus Grube (Munster).“

Die Schließung der Bäder nach den Sommerferien sei ein sinnvoller und notwendiger Beitrag der Stadtwerke und zeige, dass das Unternehmen eine Vorbildfunktion einnehme: „Die Lage ist ernst und wir haben uns gemeinsam dazu entschlossen, diesen zwingend erforderlichen Weg zu gehen“, so Jan Niemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Munster-Bispingen. Zur Beheizung eines Schwimmbades werdeeine erhebliche Menge Erdgas benötigt. Durch die Schließung könnten in den Wintermonaten monatlich rund 140.000 Kilowattstunden an Erdgas eingespart werden, hinzu kämen die nicht unerheblichen Stromkosten, so die Stadtwerke. „Im Vergleich hierzu verbrauchen Einfamilienhäuser zwischen 15.000 und 25.000 Kilowattstunden Erdgas im Jahr. Das bedeutet, dass wir bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden monatlich circa 67 Haushalte mit dem eingesparten Erdgas versorgen können.“

Und weiter: „Uns ist bewusst, wie einschneidend diese Entscheidung ist und sie ist uns auch nicht leichtgefallen, aber wir müssen als kommunales Unternehmen in dieser schweren Zeit alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung ausschöpfen“, so Niemann. „Die Konsequenzen einer Gasmangellage sind nur schwer zu vermitteln.“ Umso wichtiger sei es, Vertrauen in die Stadtwerke zu haben, „und dass wir alle zusammenhalten und Gas als Heizmittel einsparen, wo es nur geht.“

Auch hierbei wolle das Versorgungsunternehmen unterstützen: Interessierte könnten die Möglichkeit eines persönlichen Gespräches nutzen oder sich auf der Homepage www.ihr-stadtwerk.de über mögliche Energieeinsparmaßnahmen informieren.

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