Maske beim Autofahren?

Verkehrswacht Munster-Bispingen weist auf Bußgeld hin

Maske beim Autofahren?

Während derzeit das Tragen einer Bedeckung von Mund und Nase in manchen Bereichen verlangt wird, ist es beim Autofahren in der Regel verboten. Darauf macht jetzt die Verkehrswacht Munster-Bispingen aufmerksam.

Sie ist inzwischen schon fast zum ständigen Begleiter geworden - die Maske in Corona-Zeiten. Geschäfte, Lokale und Betriebe dürfen größtenteils nur noch mit einer solchen „Gesichtsbedeckung“ betreten werden. Doch was beim Einkaufen sinnvoll sein mag, ist es andernorts nicht. Und so stellt sich etwa auch die Frage, ob Autofahrerinnen und -fahrer die Maske hinterm Steuer tragen dürfen.

Hier zitiert die Verkehrswacht Paragraph 23, Absatz 4, Satz 1, der Straßenvekehrsordnung (StVO): „Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist.“ Eine Zuwiderhandlung kann mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro geahndet werden. Wann ein Gesicht solchermaßen verdeckt ist, lässt sich nicht immer ganz genau festlegen. Es liegt somit im Ermessen des Polizeibeamten oder der -beamtin, ob eingeschritten wird oder nicht.

Die Meinungen - auch unter Fachleuten verschiedener Automobilclubs - gehen hier auseinander. Wann ist ein Gesicht völlig verhüllt beziehungsweise verdeckt ? Im Kern geht es dem Gesetzgeber darum, dass beispielsweise bei einer Geschwindigkeitsmessung Fahrer oder Fahrerin im Auto eindeutig erkennbar und damit zu ermitteln ist. Ist dieses nicht der Fall und der Verantwortliche, zumeist der Halter, gibt die Tat nicht zu oder macht keine Angaben zum tatsächlichen Fahrer, kann die Verwaltungsbehörde dem Halter ein Fahrtenbuch auferlegen.

Die Verkehrswacht Munster-Bispingen rät deshalb, die Maske beim Fahren abzusetzen, zumal bei Brillenträgern die Gefahr bestehe, dass beim Maskentragen die Gläser beschlagen könnten. Zudem stelle sich die Frage nach dem Sinn, als Fahrer allein im Auto eine Maske zu tragen. Die Verkehrswacht weiter: „Etwas anders sieht es bei Personen aus, die berufsbedingt im Fahrzeug andere transportieren, sogenannte Fahrdienstleister, also etwa Fahrer von Bürgerbussen oder Bussen im allgemeinen. Hier dürfte kein Verstoß gegen die StVO vorliegen, denn dabei stehen gesundheitliche Aspekte ganz klar im Vordergrund.“

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