CDU Munster will D4

Christdemokraten der Örtzestadt verfassen Erklärung zu HKK-Standort

CDU Munster will D4

Mit einer Erklärung zum Standort für den geplanten Neubau des Heidekreis-Klinikums hat sich jetzt die CDU Munster zu Wort gemeldet. Darin heißt es: „Wir - als gewählte Mandatsträger im Stadtrat der Stadt Munster und Kreistag für den Landkreis Heidekreis für die Interessen der Munsteraner Bürgerinnen und Bürger - vertreten folgende Position: Der Standort des neuzubauenden Heidekreis-Klinikums (HKK) ist die Fläche D4 südwestlich von Dorfmark.“ Unterzeichnet ist die Erklärung von Felix Friese (CDU-Stadtverbandsvorsitzender), Stefan Sorge (CDU-Ratsfraktionsvorsitzender) sowie von den beiden CDU-Kreistagsabgeordneten Lutz Winkelmann und Gerd Engel.

Der neue Standort des HKK solle laut Flyer auf der Seite des HKK „aus allen Regionen des Heidekreises gut erreichbar“ (Zitat) sein. Diese Erreichbarkeit sei beim alternativen Standort F4 südwestlich von Bad Fallingbostel nicht gegeben, kritisiert die Munsteraner CDU. Aus dem Gutachten der damit beauftragten Firma Trinovis gehe hervor, dass der Standort D4 Dorfmark beim Faktor „Einwohnerzahlen Heidekreis (30 Minuten Fahrzeit)“ den höchsten Wert aller verglichenen Flächen habe: „Dieser Wert bildet ab, dass nahezu alle Bürgerinnen und Bürger des Heidekreises eine Möglichkeit haben, schnell in das neue Klinikum zu kommen. Derzeit fahren gerade Privatpersonen mit ihren Angehörigen aus Munster, Bispingen, Schneverdingen und Neuenkirchen in die umliegenden Krankenhäuser nach Uelzen, Rotenburg, Winsen/Luhe. oder Buchholz in der Nordheide , weil die dort liegenden Krankenhäuser zügiger zu erreichen sind“, betonen die Christdemokraten.

Und weiter: „Der Standort des neuzubauenden Klinikums sollte darauf ausgerichtet werden, alle Einwohner des Heidekreises zu versorgen, zumal alle Kommunen des Heidekreises an der Finanzierung durch den Landkreis beteiligt sind. Es ist nicht hinnehmbar, dass bewusst in Kauf genommen wird, dass viele Menschen aus dem Heidekreis in Krankenhäuser in umliegenden Kreisen ausweichen, nur um im Umkehrschluss Patienten aus anderen Kreisen abzuwerben. Ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft soll darauf ausgerichtet sein, die eigene Bevölkerung medizinisch zu versorgen. Gerade die kommunale Trägerschaft des HKK ermöglicht es, die ökonomischen Gesichtspunkte hinter dem Interesse der möglichst flächendeckenden Versorgung der gesamten Bevölkerung des Heidekreises weniger stark zu gewichten.“

Sicherlich, so die Munsteraner CDU, könne man bei reiner Betrachtung der möglichen Gesamtpatientenanzahl zu dem Ergebnis kommen, dass der Standort F4 geeigneter sei: „Mit dieser Entscheidung sagt man allerdings auch allen Bürgerinnen und Bürgern der Kommunen Munster, Schneverdingen, Bispingen und Neuenkirchen, dass man das neue HKK ohne sie als Patienten plant. Die Einwohner der betroffenen Kommunen und deren medizinische Versorgung würden als weniger relevant eingestuft als mögliche Patienten aus Nachbarkreisen. Diese Haltung ist innerhalb eines Landkreises mit einem Klinikum in kommunaler Trägerschaft nicht hinnehmbar.“

Abschließend unterstreichen die Christdemokraten: „Ob der Standort D4 Dorfmark weniger wirtschaftlich sein mag, wird erst die Zukunft zeigen - für die flächendeckende medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger des Heidekreises und die damit verbundene Akzeptanz in der Bevölkerung ist er aber zweifellos der beste Standort! Wir appellieren daher nochmals an die Kreistagsabgeordneten, sich für die Variante D4 Dorfmark zu entscheiden!“

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