Eine „Insel“ im Allwetterbad

Gastronomie unter neuer Leitung: Start für Lokal „Tropicana“ / Betrieb im Munsteraner Schwimmbad läuft mit Corona-Regeln geordnet und gut: Leiter hofft, Kapazitäten bald erhöhen zu können

Eine „Insel“ im Allwetterbad

Wer „reif für die Insel“ ist, braucht der Redensart nach dringend Erholung. Dabei muss es ja nicht gleich das abgelegene Eiland in der Südsee sein. Obwohl: Ein „kleines Atoll“ für eine Pause vom Alltag mit Leckereien und Erfrischungen haben die Stadtwerke Munster-Bispingen nun in ihrem Allwetterbad zu bieten. Eine Fototapete bringt Sonne, Strand und Palmen in den dortigen Gastronomiebereich, den die neuen Pächter zudem passend dekoriert haben. „Tropicana“ heißt jetzt das Lokal - und das steht nicht allein Allwetterbadbesuchern offen. Die haben sich übrigens bestens mit den vor einigen Wochen eingeführten Corona-Regeln (HK berichtete) arrangiert - und zwar so gut, dass vielleicht bald die Kapazitäten für das Munsteraner Schwimmbad erweitert werden könnten.

Die Atmosphäre passt bereits zum neuen Namen, der Schriftzug wird allerdings erst in den kommenden Tagen angepasst. So ist über dem Tresen noch „Bodos Futterkiste“ zu lesen, doch das Ehepaar Bodo und Karin Jansen hat den Betrieb abgegeben. „Sie haben den Bereich über viele Jahre betreut, wollten jetzt aber aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten“, erklärt Michael Clodius. Der Bereichsleiter Bäder bei den Stadtwerken Munster-Bispingen und deren Geschäftsführer, Jan Niemann, konnten jetzt die Nachfolger begrüßen: Jehanne und Michael Patock führen seit kurzem den Gastronomiesektor.

Der besitzt drei Areale: einen kleineren im Foyer, einen größeren in der Halle des Bads und einen weiteren, weitläufigen Außenbereich. Die Tische und Stühle in der Eingangshalle und auf dem Freigelände stehen auch Gästen offen, die selbst keine Schwimmbadbesucher sind oder diese nur begleiten. „Natürlich dürfen alle unsere Gastronomie nutzen“, hebt Niemann hervor, „unabhängig davon, ob man schwimmen will oder einfach nur in der Mittagspause etwas essen möchte.“ Der Stadtwerke-Geschäftsführer ist jedenfalls froh, passende Betreiber für das Lokal gefunden zu haben: „Wir haben jemanden gesucht, der den Anforderungen entspricht, sich an den besonderen Gegebenheiten hier orientiert und sich zudem auf die Bedürfnisse der Schwimmbadgäste einstellen kann - und das alles passt hier hervorragend“, lobt der Chef des Versorgungsunternehmens. „Zudem setzen die neuen Pächter eigene Akzente und bringen frische Ideen ein. Eine solche persönliche Note ist toll.“

Die eigenen Akzente gehen über die Deko im Beach-Bar-Stil weit hinaus: „Wir hatten bis zum Start nur eine Woche Vorlauf, daher sind noch einige Dinge zu erledigen“, erklärt Michael Patock, „aber unsere Speisekarte ist fertig, und die bietet neben verschiedenen Burgern und Klassikern noch weitere Highlights.“ Nicht auf der Karte zu finden, weil immer wieder neu: die wechselnden Mittagstisch-Spezialitäten. Hier kreiert Jehanne Gerichte mit asiatischen Einflüssen - und das fällt ihr nicht schwer: Sie stammt von den Philippinen. „Ich habe früher viel Erfahrung beim Catering für verschiedene Events gesammelt“, so Jehanne Patock. Das Pächterpaar richtet auf Wunsch auch Kindergeburtstage und Feiern aus. Ihr „Tropicana“ ist von Dienstag bis Freitag jeweils von 10 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag je von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

Das Allwetterbad selbst arbeitet aktuell wegen der Corona-Krise mit einem Zeitfenster-System: Dienstag bis Freitag jeweils von 9 bis 11 Uhr, von 12 bis 14 Uhr, von 15 bis 17 Uhr und von 18 bis 20 Uhr sowie an Samstag, Sonn- und Feiertagen von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Diese Zeiten stehen zur Wahl und Tickets hiefür müssen vorab online unter www.ihr-stadtwerk.de gebucht werden. „Im Allwetterbad dürfen sich pro Zeitfenster maximal 40 Gäste gleichzeitig aufhalten“, so Clodius. Und sie alle seien sehr froh, dass das Schwimmbad nach der dreimonatigen Zwangspause nun seit Mitte Juni wieder für Besucher offen stehe. „Und die Gäste halten sich vorbildlich an die Abstands- und Hygieneregeln“, lobt der Bad-Leiter. Er hofft, demnächst die zulässige Zahl der Gäste auf 60 erhöhen zu dürfen: „Eine Anfrage nach der Genehmigung läuft bereits.“

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