Einmütige Entscheidungen

Munsteraner Stadtrat beschließt Feuerwehrbedarfsplan

Einmütige Entscheidungen

Da bereits vor der Sitzung des Munsteraner Stadtrates am vergangenen Donnerstag der Antrag der CDU-Fraktion zur Verlegung der Munster-Touristik in die Stadtbücherei von der Tagesordnung genommen worden war, zu dem Diskussionen zu erwarten gewesen wären, ging es im Ratssaal dann sehr friedlich zu: Ohne große Debatten und stets einmütig trafen die Stadtväter und -mütter ihre Entscheidungen, und da auch bei der Einwohnerfragestunde niemand das Wort ergriff, ging die Sitzung sehr zügig über die Bühne.

Ausnahmsweise im Ratssaal und nicht in der Stadtbücherei, in der noch die Exponate der Ausstellung Glasplastik und Garten standen, tagte der Munsteraner Stadtrat am vergangenen Donnerstag in öffentlicher Sitzung. Ratsvorsitzender Lutz Winkelmann hieß die Ratsmitglieder und Zuschauer willkommen. Obwohl Feuerwehrangelegenheiten besprochen werden sollten, waren die Brandschützer, anders als von Winkelmann erwartet, nicht im Publikum vertreten - sie waren durch eine wichtige Veranstaltung verhindert.

Ein „sehr großer Erfolg“, berichtete Bürgermeisterin Christina Fleckenstein, sei in diesem Jahr wieder die internationale Ausstellung „Glasplastik und Garten“. Auch bei schlechtem Wetter seien viele Interessierte unterwegs, um sich die Kunstwerke anzuschauen - und auch zu kaufen, was die Munsteraner Veranstaltung wiederum für die Künstler noch attraktiver mache. Fleckenstein warb auch für ein neues, gläsernes Örtzestadt-Andenken: Ein mit verschiedenen Motiven in der Munster-Touristik erhältlicher 16-GB-USB-Stick.

Erfolge, so Fleckenstein weiter in ihrem Bericht, zeige der veröffentlichte Aufruf, das Füttern der Enten am Mühlenteich mit Brot zu unterlassen - weil es für diese ungesund sei und das Brot Ratten anlocke. Die Stadt überlege derzeit, eventuell Hinweisschilder aufzustellen oder möglicherweise in den Kindertagesstätten und Grundschulen zu informieren, warum das Brotfüttern an die Wasservögel unterbleiben sollte.

Zur Kenntnis nahm der Rat, dass der Verwaltungsausschuss in einer Eilentscheidung zusätzliche Mittel für den Ausbau von Lüneburger Straße/Emminger Weg zur Verfügung gestellt hatte, weil die vorgesehene Summe nicht ausreichte. Genehmigt wurde eine außerplanmäßige Auszahlung für die Erschließung des Baugebietes Ahornweg, damit diese möglichst zügig erfolgen kann.

Keine Diskussion gab es in diesem Jahr auch über die Gewinnausschüttung der Stadtwerke: Der Rat hat den Stimmführer beauftragt, in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke dafür zu stimmen, den Jahresüberschuss anteilig in Höhe von 220.000 Euro auszuschütten. 269.115,68 Euro beträgt der Überschuss, die Stadt Munster erhält daraus 198.000 Euro, die Gemeinde Bispingen 22.000 Euro, die verbleibende Summe von 49.115,68 wird den Gewinnrücklagen der Stadtwerke zugeführt.

Breiten Raum in der Ratssitzung nahm der Feuerwehrbedarfsplan ein, den die Stadt gemeinsam mit der Feuerwehr und unter Begleitung einer Sicherheitsberatungsfirma erstellt hat: „Ein aufwendiger Vorgang“, so Fleckenstein, der mehr als ein Jahr in Anspruch genommen habe. Aus den nun vorliegenden 114 Seiten „ergeben sich einige Handlungsempfehlungen.“ Bedarf sei etwa bei den Fahrzeugen, wobei die Beschaffung zweier Feuerwehrfahrzeuge bereits ausgeschrieben sei und ein drittes eingeplant. Auch die Feuerwehrhäuser wurden betrachtet - und, wie zu erwarten war, Handlungsbedarf festgestellt. „Wir wissen, dass wir in Oerrel ein Problem haben, das gehen wir an“, versicherte die Bürgermeisterin. Und auch, dass in Munster etwas getan werden müsse, sei klar. Grundsätzlich aber habe die Aufstellung des Planes keine großen Mängel deutlich gemacht. „Wir sind froh, dass wir eine so gut aufgestellte Feuerwehr haben“, meinte Fleckenstein, „das wäre in anderen Kommunen ganz anders ausgegangen.“

Die CDU-Fraktion, machte Michael Kammstieß deutlich, begrüße die Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplanes. Er hob lobend hervor, dass mit der beauftragten Firma eine externe Stelle festgestellt habe, dass die Feuerwehr in der Örtzestadt „vernünftig versorgt“ worden sei und sprach von „gut investiertem Geld“.

Rüdiger Vogt (SPD) lobte, dass alle fünf Wehren in Munster „hoch motiviert und ausgebildet“ seien und betonte auch die Vorteile des Feuerwehrbudgets, dass der Stadtrat einst beschlossen hatte und das sich positiv auswirke. Angesichts der Feuerwehrhäuser mahnte Vogt aber, für Munster „müssen wir bald in die Pötte kommen“.

Lobende Worte fanden ebenfalls Torsten von Scheffer und Siegfried Irion (FDP). Irion hob insbesondere hervor, dass eine weitere halbe Stelle in der Verwaltung für die Feuerwehrangelegenheiten geschaffen werden solle, wie Fleckenstein zuvor angekündigt hatte. Wie zu erwarten, beschlossen alle Ratsmitglieder einstimmig den vorgelegten Feuerwehrbedarfsplan.

Problemlos passierten auch Bebauungsangelegenheiten den Rat - zum Bebauungsplan Nordstraße/Speckenmoor, in dessen Bereich ein Parkplatz zu Bauland werden soll, und ebenso zum Bebauungsplan Tristacher Straße gab es keine Diskussionen. An der Tristacher Straße sollen Baugrundstücke - unter Berücksichtigung der Lärmemmissionen der benachbarten Gewerbefläche, der Waldflächen und der schützenswerten Fledermäuse - entstehen. Der vorhandene Bolz- und Spielplatz wird in dem Zuge verlegt und rutscht näher an den Gewerbebereich.

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