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Oberst Michael Bertram übernimmt Führung der Heeresaufklärungsschule

„Engagement und Fachwissen“

Mit einem feierlichen Appell ist die Führung der Heeresaufklärungsschule in Munster offiziell von Oberst Ralph Malzahn an Oberst Michael Bertram übergeben worden. Zahlreiche militärische und zivile Gäste nahmen an der Zeremonie teil und hoben damit die Bedeutung der Schule für die Ausbildung der Aufklärungskräfte des Deutschen Heeres hervor.

Die Veranstaltung fand im würdigen Rahmen eines militärischen Appells statt. Soldatinnen und Soldaten der Schule und Abordnungen aus den Bataillonen und selbständigen Kompanien der Heeresaufklärungstruppe standen in Formation, während Vertreter aus Bundeswehr, Politik und öffentlichem Leben der Übergabe beiwohnten. Unter den Ehrengästen befand sich auch der Kommandeur des Ausbildungskommandos, Generalmajor Olaf Rohde, und der Amtschef des Amtes für Heeresentwicklung, Generalmajor Frauenhoff. Auch aus der kommunalen Politik waren Gäste vertreten, darunter der Bürgermeister der Stadt Munster, Ulf-Marcus Grube, der die enge Verbundenheit zwischen Bundeswehrstandort und Stadt durch seine Anwesenheit hervorhob.

In seinem Grußwort würdigte der Kommandeur der Panzertruppenschule, Brigadegeneral Jörg Tölke, die Verdienste von Oberst Malzahn, der die Heeresaufklärungsschule über mehrere Jahre hinweg führte. Während seiner Amtszeit wurden wesentliche Schritte zur Weiterentwicklung der Ausbildung unternommen. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung, die Integration moderner Sensor- und Drohnensysteme sowie die Anpassung der Ausbildung an neue sicherheitspolitische Herausforderungen prägten die Arbeit der Schule in den vergangenen Jahren. Brigadegeneral Tölke hob besonders die hohe fachliche Qualität der Ausbildung hervor und würdigte zugleich die Bedeutung der Schule für das gesamte Heer. Die Fähigkeiten der Aufklärungstruppe seien ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Operationen moderner Streitkräfte.

Oberst Malzahn selbst blickte in seiner Abschiedsrede auf eine „intensive und prägende Zeit“ zurück. Er dankte den Soldatinnen und Soldaten sowie den zivilen Mitarbeitenden der Heeresaufklärungsschule für ihre Professionalität und ihren Einsatz. „Die Stärke dieser Schule liegt in den Menschen, die hier täglich mit Engagement und Fachwissen arbeiten“, betonte er. Die Schule ist Teil der Panzertruppenschule und gilt als zentrale Ausbildungsstätte für die Aufklärungstruppe des deutschen Heeres. Hier werden Soldatinnen und Soldaten in verschiedenen Bereichen ausgebildet – von der klassischen Gefechtsfeldaufklärung über den Einsatz moderner unbemannter Systeme bis hin zur Auswertung und Analyse gewonnener Informationen. Die Heeresaufklärungsschule bildet somit Spezialistinnen und Spezialisten aus, deren Fähigkeiten für die Einsatzbereitschaft des Heeres von entscheidender Bedeutung sind

Mit der Übergabe übernimmt nun Oberst Bertram die Leitung der Schule. Dieser war zuvor in der Division Schnelle Kräfte als Leiter der G2-Abteilung (Abteilung für Militärisches Nachrichtenwesen) eingesetzt. Mit dem Führungswechsel sollen die bewährten Strukturen fortgeführt und zugleich neue Impulse für Ausbildung, Innovation und internationale Zusammenarbeit gesetzt werden.

Für Oberst Malzahn endet mit der Übergabe der Heeresaufklärungsschule zugleich seine aktive Dienstzeit in der Bundeswehr. Nach 44 Jahren militärischer Verantwortung und Erfahrung wird er in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Sein nächstes Projekt in Form von „Verzögerungen im Privaten aufholen“ steht jedoch bereits fest. Er wird dieses Vorhaben sicherlich mit dem gleichen Enthusiasmus und Ehrgeiz angehen, wie bislang sämtliche militärischen Projekte.