Ersthelfer bei zwei Unfällen

Feierlicher Appell in Munster: Ehrenkreuze verliehen

Ersthelfer bei zwei Unfällen

Rund 100 Angehörige des Bereichs Zentrale Aufgaben der Panzertruppenschule aus Munster traten kürzlich zu einem feierlichen Appell an. Der Leiter des Bereichs Zentrale Aufgaben und stellvertretende Kommandeur der Panzertruppenschule, Oberst Jesko Peldszus, stellte unmittelbar nach seiner Begrüßung der angetretenen Soldatinnen, Soldaten und zivilen Angestellten heraus, dass ihm Auszeichnungen, Begrüßungen, Verabschiedungen sowie Versetzungen in den Ruhestand im Rahmen eines Antretens sehr wichtig seien.

„Dies ist nach meiner festen Überzeugung wichtig für den Respekt untereinander, die Kenntnis voneinander, die wir vor Kurzem auch am Tag unserer Werte eher theoretisch thematisiert hatten und die Zusammengehörigkeit in den Streitkräften, die ich als wesentliche Grundlage für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr einschätze“, bekräftigte Peldszus.

Zunächst ging er kurz auf die derzeitige sicherheitspolitische Lage ein und betonte, dass das Thema einsatzbereiter Streitkräfte seit vier Wochen eine Relevanz erlangt habe, „die kaum ein politisch Interessierter Beobachter noch vor einem Jahr vermutet hätte.“ Er mahnte neben der nötigen individuellen Flexibilität für die Ausbildung und den Lehrgangsbetrieb an der Panzertruppenschule, dass sich jeder der angetretenen Soldaten spätestens jetzt im Klaren sein muss, das einzulösen, was er in seinem Diensteid geschworen habe, nämlich „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.

Nachdem Oberst Peldszus einen Rückblick auf die vergangenen Monate und einen Ausblick in die nahe Zukunft für seinen Verantwortungsbereich gegeben hatte, bat er vier Soldaten, vorzutreten. Oberstabsgefreiter Christoph Quast und Hauptfeldwebel Benjamin Schauer wurden mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze sowie Hauptfeldwebel Christian Wagner mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber für beispielhafte Pflichterfüllung ausgezeichnet. „Ganz besonders freue ich mich über die Auszeichnung von Stabsunteroffizier Stefan Großmann-Olfermann aus der Wartungs- und Bergegruppe, der diese Auszeichnung für eine, aber präziser gesagt zwei hervorragende Einzeltaten erhält. Jeweils auf dem Weg zum Dienst leistete er Erste Hilfe bei zwei zivilen Verkehrsunfällen, bei der die Fahrer aus einem stark deformierten Fahrzeuge beziehungsweise einem Fahrzeug, das sich mehrfach überschlagen hatte, gerettet werden mussten“, leitete Oberst Peldszus die letzte Auszeichnung ein. Stabsunteroffizier Großmann-Olfermann erhielt für diese zwei Ersthelfereinsätze das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber für eine hervorragende Einzeltat.

Weiterhin erhielt Hauptfeldwebel Marco Boldt erhielt für einen Verbesserungsvorschlag im Rahmen des bundeswehrinternen Kontinuierlichen Verbesserungsprogramms eine Geldprämie. Mit seinem Vorschlag kann die Bundeswehr künftig Geld und Ressourcen einsparen (HK berichtete). Ebenfalls kurz vor dem Appell traf in Munster noch eine Beförderungsurkunde ein. So konnte sich Hauptfeldwebel Christian Wagner über die Beförderung zum Stabsfeldwebel freuen.

Nach den Ehrungen und Auszeichnungen wurden einige an den Bereich versetzte Soldaten begrüßt und andere in zukünftige Aufgaben verabschiedet. Eine besondere Verabschiedung ist immer die Verabschiedung eines Kompaniefeldwebels, also des Spießes. Der Bereich Zentrale Aufgaben hat zwei Spieße, einer davon wurde in seine neue militärische Heimat verabschiedet: Für Stabsfeldwebel Michael Jablonski endet nach rund neun Jahren als Kompaniefeldwebel des Bereichs Unterstützung seine Zeit in Munster. Künftig wird er in Rostock eingesetzt werden. Oberst Peldszus überreichte ihm als persönliches „Dankeschön“ eine Ehrenmünze und wünschte Jablonski in dessen neuer Verwendung als Karriereberatungsfeldwebel alles Gute. Als Nachfolger übernimmt kein Unbekannter die gelbe Kordel, das äußere Erkennungszeichen der Kompaniefeldwebel: Stabsfeldwebel Rene Sandau ist bereits seit vielen Jahren Angehöriger der Panzertruppenschule und in Munster bestens bekannt.

Nach rund 35 Dienstjahren endete zum 31. März die aktive Dienstzeit für Stabsfeldwebel Andreas Menzenbach. Begonnen hatte der Stabsfeldwebel seine Dienstzeit als Panzerfeldwebel. Mit steigender Bedeutung der Informationstechnik wurde Menzenbach zum IT-Spezialisten umgeschult. Diese Fähigkeiten brachte er in den vergangenen zehn Jahren in den Ausbildungsstützpunkt SIRA (Simulationsgestützte Rahmenübung) ein. Für den künftigen Lebensabschnitt in unmittelbarer Nähe der Elbe wünschte Oberst Peldszus dem ausscheidenden Stabsfeldwebel „alles Gute, viel Gesundheit und viel Freude bei künftigen Unternehmungen.“

Nach dem Lied der „Lili-Marleen“, dem Überreichen der offiziellen Entlassungsurkunde sowie eines symbolischen Abschiedsgeschenks endete der Appell an Munster mit der Nationalhymne.

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