Geothermie im Heidekreis: Rund eine Million Euro mehr Fördergeld

Umweltminister Olaf Lies: „Leuchtturmcharakter für ganz Niedersachsen“

Geothermie im Heidekreis: Rund eine Million Euro mehr Fördergeld

Vor kurzem hatte SPD-Landtagsabgeordneter Sebastian Zinke von mehr als sechs Millionen Euro für ein exploratives Geothermie-Projekt im Heidekreis berichtet. Jüngst war Umweltminister Olaf Lies zu Gast in Munster und bezifferte die Förderhöhe aus Landesmitteln mit genau 6,97 Millionen Euro und attestierte dem Projekt der Stadtwerke Munster „einen Leuchtturmcharakter für ganz Niedersachsen.“

Laut Umweltminister Lies gibt es in Niedersachsen bereits einige alte und nicht mehr im Betrieb befindliche Bohrlöcher, die ursprünglich zur Erdgasförderung genutzt wurden. Diese gelte es nun klug zu nutzen und zur Förderung von Tiefenwärme umzunutzen.

Die Stadtwerke Munster haben hierfür Planungen erarbeitet, die, so Zinke, „entgegen der bisherigen Meinungen von Wirtschaftsminister Althusmann vielversprechendes Potenzial bieten, um klimafreundliche Fernwärme und Energie zu erzeugen.“

Dass das Ganze Potenzial hat, sah auch der Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke nach seinen Gesprächen mit den Stadtwerken. „Schon deutlich vor der Energiekrise habe ich mich mit den Stadtwerken zu diesem Projekt ausgetauscht. Es gab Probleme bei der Finanzierung aus Fördermitteln und der Wirtschaftsminister hatte nicht den Weitblick für diese klimafreundliche Weiternutzung über Tiefenwärme“, blickt Zinke zurück, „ich habe unseren Energieminister Olaf Lies und sein Ministerium ins Boot geholt und gemeinsam konnten Wege erarbeitet werden, die nun richtungweisend für das ganze Land sein werden.“

Wodurch die ablehnende Haltung des CDU-Ministers ausgelöst ist, können sich die beiden SPD-Politiker Sebastian Zinke und Olaf Lies nicht erklären. Für beide seien die Planungen und die Perspektiven vielversprechend - und das eben nicht nur für den Heidekreis, sondern bei erfolgreicher Durchführung für ganz Deutschland.

Wenn auch nicht in sein Ressort gehörend, war auch die derzeitige Situation mit der Deutschen Bahn und Alpha-E ein weiteres Thema. So, wie bereits auch Tatjana Bautsch und Sebastian Zinke, positionierte sich Umweltminister Lies für die bereits gefundene Kompromisslösung Alpha-E. „Alpha-E muss kommen - es gibt übrigens inzwischen auch gar keine Neubautrasse mehr in der niedersächsischen Raumordnung, die haben wir damals rausgenommen nach dem Kompromiss“, bringt Lies, der als damaliger Verkehrsminister den Dialogprozess moderiert hatte, ein zusätzliches Argument ein.

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