Glasfaserverlegung im Gewerbegebiet

Spatenstich in Munster: Betriebe bald fit für das Gigabit-Zeitalter

Glasfaserverlegung im Gewerbegebiet

„Statt zu sagen, schön, dass wir jetzt hier anfangen, würde ich eigentlich lieber mit den Worten beginnen, es wäre schön, wenn wir schon weiter wären“, so Landrat Jens Grote beim Spatenstich zum Glasfaserausbau in Munster. Doch dieser Startschuss in der vergangenen Woche ist - im positiven Sinne - der Anfang vom Ende: Denn mit dieser Erweiterung des schnellen Internets in der Örtzestadt sind dann zumindest alle Gewerbegebiete im Landkreis fit für das Gigabit-Zeitalter. Somit sind die anschließenden Worte des Landrats beim Termin an der Ecke Rehrhofer Weg/Kohlenbissener Grund eigentlich passender: „Willkommen in der Zeit, in der wir schon längst angekommen sind.“

Durch die Verlegung von Glasfaserkabeln im Bereich des Munsteraner Gewerbegebiets im Nord-Osten des Ortes schalten der Heidekreis, die Stadt Munster und EWE nun gemeinsam den „Internetturbo“ für mehr als 110 weitere Adressen in der Örtzestadt ein. Ermöglicht wird dieses durch den Heidekreis und weitere Förderungen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und des Landes Niedersachsen, um Gewerbegebiete mit Glasfaser zu erschließen.

Da für dieses öffentlich geförderte Ausbauprojekt also mehrere Beteiligte im Boot sind, war der Landrat beim symbolischen Spatenstich auch nicht allein: Grote startete die Bauarbeiten gemeinsam mit Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen, Matthias Schulze Mantei von der „atene KOM GmbH“, EWE-Vertreter Frank Pippel sowie Ulf-Marcus Grube, Bürgermeister von Munster, und Oliver Schulze, Erster Kreisrat des Heidekreises. Ebenfalls dabei: Anke von Fintel von der Wirtschaftsförderung Heidekreis.

Hohe Bandbreite und schnelles Internet - „das sind heute Wasser und Brot für Gewerbetreibende, aber auch für private Haushalte“, so Grote. „Gerade Betriebe fordern mittlerweile einfach ein stabiles Netz. Besonders für Unternehmen ist ein Glasfaseranschluss ein bedeutender Standortfaktor.“ Während viele Wohnungen und Privathäuser in Heidekreis allerdings noch nicht mit Gigabit-Geschwindigkeit surfen können, sieht die Lage für Firmen schon anders aus: „Dies ist ein Lückenschluss“, meinte Schulze, „denn das hier ist das letzte Gewerbegebiet im Landkreis, das bisher noch ohne Glasfaser auskommen musste. Bald werden somit alle an den Gigabit-Bereich angeschlossen sein.“

Nach dem Ausbau der sogenannten „weißen Flecken“ ist der Ausbau der Gewerbegebiete der zweite große Schritt in Richtung „Internetturbo“ für den Heidekreis - jetzt gehe es an die „grauen Flecken“, so Grote: „Gemeinsam digitalisieren wir unseren Kreis und schließen immer mehr Unternehmen und private Haushalte an das Glasfasernetz an“, hob der Landrat hervor. Durch die zusätzlichen Ausbaumaßnahmen, die jetzt in Munster in zwei Gewerbegebieten starten, können 34 Betriebe und 79 Privatkunden bald ans schnelle Netz gehen. Ein wichtiger Schritt, betonte auch der Bürgermeister: „Wir freuen uns, dass die Bauarbeiten starten und noch mehr Unternehmen und Haushalte in Munster vom Glasfaserausbau profitieren“, so Grube.

Die Bauvorbereitungen sind bereits in vollem Gange. „Alle profitierenden Unternehmen und Privathaushalte werden noch angeschrieben und über die Ausbaumöglichkeiten informiert“, informierte EWE-Projektleiter Frank Pippel. Für die Unternehmen sei es vorteilhaft, jetzt zuzugreifen und zu bestellen, „denn während der Bauphase gibt es die Glasfaseranschlüsse kostenlos.“ Ansprechpartner und weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite https://business.ewe.de/beraterfinder.

Für die weitere Erschließung der Gewerbegebiete in Munster seien zusätzliche Tiefbauverlegungen nötig, so der EWE-Vertreter weiter: „Derzeit planen wir, diese Ausbaumaßnahmen spätestens am Ende dieses Jahres abzuschließen.“ Auf einer Strecke von insgesamt fünf Kilometern sollen sich die Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Glasfaserleitungen dabei erstrecken, erläuterte Pippel: „Selbstverständlich halten wir die Einschränkungen durch die Tiefbaumaßnahmen so gering wie möglich.“

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