Kein Besuch wegen Corona

Pflegewohnstift Munster reagiert auf positive Tests von Bewohnern

Kein Besuch wegen Corona

Auch in zahlreiche Alten- und Pflegeheime im Heidekreis - vor allem im Südkreis - hat das Corona-Virus seinen Einzug gehalten. Das CMS-Pflegewohnstift Munster ging Anfang der Woche an die Öffentlichkeit, um auf seine diesbezüglichen Maßnahmen aufmerksam zu machen: Nach positiven Corona-Testergebnissen im Pflegewohnstift wurde dort „ein umfangreiches Isolations- und Quarantänekonzept zum Schutz der Bewohner umgesetzt“ heißt es in einer Pressemitteilung der Alloheim Senioren-Residenzen SE. Und weiter: „Besuche sind derzeit somit nicht möglich.“

Aufgrund positiver Testergebnisse leitete die Einrichtung „in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der zuständigen Heimaufsicht“ umgehend Vorsorge- und Quarantänemaßnahmen ein. In Kooperation mit den Hausärzten der Einrichtung wurde eine umfangreiche Testreihe von Mitarbeitern und Bewohnern durchgeführt.

Im Pflegewohnstift Munster leben 73 Bewohner. Wie viele von ihnen positiv getestet wurden, teilte der Träger des Heimes mit Hinweis auf den Datenschutz nicht mit. Auch an „Spekulationen darüber, wie die Infektion in die Einrichtung gekommen sein könnte“, wolle sich Alloheim Senioren-Residenzen SE nicht beteiligen, so eine Sprecherin. „Es ist im Kontext einer weltweit grassierenden Pandemie, durch die ein Virus in der Bevölkerung weit verbreitet ist, grundsätzlich nicht möglich, den Beginn einer Infektionskette in stark belegten Einrichtungen mit Bestimmtheit zu identifizieren oder den weiteren Verlauf von Infektionswegen ursächlich nachzuvollziehen. Es kann sehr viele Wege geben, wie das Virus in die Einrichtung gelangte. Immer wieder kehren zum Beispiel auch Bewohner nach einem ambulanten oder stationären Aufenthalt aus dem Krankenhaus zurück in die Einrichtung. Ebenso können Bewohner natürlich die Residenz für Einkäufe, Besuche oder Ausflüge verlassen.“

„Um gegenseitige Infektionsrisiken weitgehend unterbinden zu können, haben wir die Wohnbereiche separiert, Isolationsschleusen und erweiterte Desinfektionsbereiche errichtet“, erläutert Günter Weber, Regionalleiter des Betreibers, „positiv getestete Bewohner bleiben somit alle auf ihren Zimmern, werden engmaschig beobachtet und betreut.“ Wie Weber weiter anführt, sei das Verständnis für diese Maßnahme durchweg positiv, auch die übrigen Bewohner und Angehörige reagierten verständnisvoll.

Weber lobt in diesem Zusammenhang auch die „hervorragende Zusammenarbeit und den engen Austausch“ mit den zuständigen Behörden und den Hausärzten. Man stehe in ständigem Kontakt, der auch über das Wochenende hin beidseitig gehalten würde. Die Heimaufsicht und das Gesundheitsamt unterstützten die professionell durchgeführten Maßnahmen in jeder Hinsicht. Ebenso seien die Angehörigen ins Bild gesetzt worden und würden regelmäßig informiert.

Personell unterstützt wird das Wohnstift sowohl von Angehörigen der Bundeswehr als auch von Kolleginnen und Kollegen umliegender Partnereinrichtungen. „Sollten weitere positive Testergebnisse dazu kommen, können wir binnen kürzester Zeit auch zusätzlich zu den vorhandenen Schutzmaßnahmen erweiterte Isolations- und Quarantänebereiche erstellen. Bisher zeigen nur wenige Betroffene Corona-typische Symptome. Die Mitarbeiter unterziehen sich täglich vor Dienstantritt einem umfangreichen Screening. Weitere Maßnahmen werden jeweils kurzfristig gemeinsam mit den Behörden und in Abstimmung mit den Hausärzten entschieden.“

Das Wohnstift weist darauf hin, dass zunächst keine Besuche möglich sind, da das Wohl der Bewohner oberste Priorität habe.

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