In 2022 stehen noch mehrere Feiern an

Bilanz und Ausblick bei der Bürgergilde Munster positiv

In 2022 stehen noch mehrere Feiern an

Wenn am vergangenen Freitagabend in der Festhalle bei der Jahreshauptversammlung der Bürgergilde Munster gedrückte Stimmung herrschte, dann lag es nicht an Corona und erst recht nicht an der Situation des Vereins. Der möchte nämlich in diesem Jahr den 100. Gründungstag nachfeiern, der hätte 2020 längst hätte begangenen werden sollen, aber den Umständen entsprechend ausfiel. Die gedrückte Stimmung lag allein daran, dass der Krieg in der Ukraine alle zutiefst berührt und bewegt.

Das war auch bei dem zu Herzen gehenden Gedenken für die Opfer dieses nicht nur sinnlosen, sondern erneut verbrecherischen Krieges und der Millionen Flüchtlinge zu spüren, zu der der 1. Gildeherr Marco Tews aufgefordert hatte. Auch der plötzliche Tod von Schützenbruder Torben Hüners hatte große Betroffenheit ausgelöst. Nach der Begrüßung der Gäste, allen voran Majestät Michael I, der sein Amt nun schon drei Jahre lang nicht mehr aus der Hand gibt und den üblichen Eingangsregularien, kam der Gildeherr zu seinem Rechenschaftsbericht und zum Ausblick auf die künftigen Vorhaben.

Vieles hatte sich der Vorstand für das vergangene Jahr vorgenommen, aber fast alles musste wieder abgesagt werden. Er dankte seinen Vorstandmitgliedern und allen, die sich aktiv in das Vereinsleben einbringen und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass bald wieder geplantes durchgeführt und erlebt werden kann.

Schon am Ostersamstag wird es mit dem Osterfeuer beginnen, dass in diesem Jahr im Zeichen der Hilfen für die Opfer des Krieges in der Ukraine stehen wird. Beim Schützen- und Volksfest vom 9. bis 12. Juni können soll eine neue Majestät mit seinem Hofstaat ermittelt werden, es soll auch gefeiert werden. Einen Monat später, vom 15. bis 17. Juli, soll der 100. Gildegeburtstag nachgefeiert werden. Die neue Gildeschriftführerin Annika Feierabend, als erste Frau in der alten Männerfestung, hatte einen guten Start, dass sie mitteilen konnte: Es geht wieder aufwärts mit den Mitgliederzahlen. Die Gilde hat sieben Mitglieder hinzugewonnen.

Schatzmeister Rainer Behrens verkündete für den erkrankten 2. Gildeherrn, Imre Hentschke, dass es mit der Vermietung der Liegenschaften erneut schlecht aussah, legte aber aber einen positiven Kassenbericht vor, der eine einstimmige Entlastung des gesamten Vorstandes folgte.

Es erfolgten einige Wahlen und dann die interessanten Berichte des Obmanns Schießkommission Benni Grall und von Sabine Rothmann für das Damenkorps. Der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Walter Heidelberg informierte über den 2023 bevorstehenden Bundesschützentag, der im Heidekreis stattfinden wird. Das Ereignis wird sicher in die Geschichte des Schützenwesens der Region eingehen.

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