Jubiläumswochenende im Allwetterbad | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Munsteraner Bad feiert 25. Geburtstag mit vielen Aktionen am 18. und 19. April

Jubiläumswochenende im Allwetterbad

Etliche Munsteraner haben hier Schwimmen gelernt, viele Nachmittage und Wochenenden mit Spaß im und am kühlen Nass verbracht – jetzt hat die beliebte Anlage Geburtstag: Seit 25 Jahren existiert das Allwetterbad in Munster, und das wird am 18. und 19. April jeweils von 11 bis 18 Uhr mit einem bunten Jubiläumswochenende und zahlreichen Programmhighlight ganz groß gefeiert.

Der Samstag des Geburtstagswochenendes beginnt bewusst ruhiger, mit besonderen Angeboten für Familien. So bietet eine Tauchschule Schnuppertauchen an. „Jeweils zehn Kinder können teilnehmen, um 12 und um 14 Uhr“, erklärt Badbetriebsleiter Michael Clodius. Vielleicht wird es sogar einen dritten Durchgang geben – „das entscheiden wir je nach Luftvorrat vor Ort“. Parallel dazu gibt es Entspannung: „Unsere Gäste können sich kostenlos massieren lassen.“ Und auch technisch wird es innovativ: VR-Schnorchelbrillen lassen Kinder in virtuelle Unterwasserwelten eintauchen. „Statt auf Fliesen zu gucken, schwimmen plötzlich Fische und Schildkröten um sie herum.“ Sicherheit habe dabei oberste Priorität: „Unsere Mitarbeiter sind die ganze Zeit dabei.“ Ein weiteres Angebot: Aquajogging zum Ausprobieren. „Einfach mal testen und schauen, ob es einem liegt.“ Dazu kommen Wasserspielgeräte, Technikführungen und Einblicke hinter die Kulissen. „Viele wissen gar nicht, was alles dazugehört, damit ein Schwimmbad funktioniert.“

Am Sonntag wird es dann deutlich lebhafter. Höhepunkt ist die große Poolparty. „Von 13 bis 18 Uhr wird es hier richtig laut“, kündigt das Team an. Eine Eventagentur sorgt für Programm, Musik und Animation. „Wir bieten sogar Ohrstöpsel an der Kasse an“, heißt es augenzwinkernd. Ergänzt wird das Programm durch ein Glücksrad mit Preisen und weitere Mitmachaktionen. Und das Bistro hat selbstverständlich nicht nur Pommes frites im Angebot.

Neben aller Feierlaune bleibt der Blick auf schwierige Zeiten nicht aus. Corona, Energiekrise und umfangreiche Sanierungen haben das Bad gefordert. „Wir haben das alles gemeistert“, sagt Clodius. Besonders stolz sei man darauf, den Betrieb selbst während Umbauten im „Containerdorf“ aufrechterhalten zu haben. Am Ende überwiegt der Dank: „Ohne die gute Zusammenarbeit aller Mitarbeiter wären wir heute nicht da, wo wir sind.“ Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Geschichte, Zusammenhalt und Weiterentwicklung, die das Allwetterbad seit 25 Jahren trägt. „Ich bin ja noch einer von drei, die jetzt 25 Jahre dabei sind“, meint Clodius. Neben ihm gehören auch seine Frau und eine weitere Mitarbeiterin zur „Anfangscrew“. Doch eine Ära geht zu Ende: „Die Kollegin wird uns dieses Jahr verlassen, im November geht sie in Rente. Dann muss man mal gucken, wie es weiterläuft.“

Der Start im April 2001 ist vielen noch lebhaft in Erinnerung. Der neue Allwetter-Bereich wurde von den Bürgern regelrecht gestürmt. „Der Zuspruch war enorm“, heißt es rückblickend. Am 11. und 12. April gab es zunächst einen „Schnupperbetrieb“. Eintritt musste noch niemand zahlen – dafür wurde geschaut, getestet, gestaunt. „Hier war natürlich die Hölle los“, erinnert sich der Badbetriebsleiter. Einen Tag später begann der reguläre Badebetrieb. „Am 13. April ging es richtig los.“ Das alte Freibad existierte damals noch teilweise. „Das kleine Außenbecken war noch vorhanden, aber zu dem Zeitpunkt geschlossen.“ Trotzdem blieb die Diskussion um die klassische 50-Meter-Bahn präsent. „Es gibt bis heute Leute, die dem nachtrauern.“ Versuche, das Außenbecken über einen Förderverein zu retten, scheiterten letztlich an der Zahlungsbereitschaft: „Als es hieß, es kostet einen Jahresbeitrag, waren plötzlich alle verschwunden.“

Mit der Zeit setzte man stattdessen auf Kooperation statt Konkurrenz. Die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Bad in Bispingen funktioniere „sehr gut“, sagt Stadtwerkechef Jan Niemann. „Das Personal kann flexibel eingesetzt werden – das ist für beide Seiten eine Gewinn-Situation.“

Text und Fotos: hk/A.Küsel