Kleine Kirmes auf dem Schützenplatz

Schausteller bieten in Munster Unterhaltung für Jung und Alt

Kleine Kirmes auf dem Schützenplatz

Zuckerwatte und gebrannte Mandeln genießen, im Autoscooter einen „Crash-Kurs“ absolvieren, im großen „Super-Allround“-Flugkarrussell in die Lüfte steigen, Pfeilewerfen, warme Snacks und kalte Getränke genießen und den Kleinen mit einigen Runden im Kinderkarrussell eine Freude bereiten - all das und mehr können Munsteraner und Gäste ab kommenden Freitag, dem 2. Juli, auf dem Schützenplatz in der Örtzestadt. Dort wird es nämlich erneut einen kleinen „Jahrmarkt“ geben - als Ersatz für die coronabedingt ausgefallenen Veranstaltungen in der Innenstadt. Die Schausteller Michael und Norbert Mantau hoffen auf zahlreiche Besucher. „Wir sind der Stadt sehr dankbar, dass sie das genehmigt - und natürlich auch der Bürgergilde, die uns den Platz zur Verfügung stellt“, betont Michael Mantau: „Sonst würden wir Schausteller zu Hause sitzen.“

„Natürlich wäre uns ein Frühjahrs- und ein Herbstmarkt in der Stadt lieber gewesen“, sagt Munsters Bürgermeisterin Christina Fleckenstein. Aber eine kleine Kirmes auf dem Schützenplatz sei nun einmal besser als gar keine: „Es ist uns wichtig, unsere Schausteller in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Die gesamte Eventbranche hat in der Corona-Krise erheblich gelitten“, unterstreicht die Bürgermeisterin. Zudem sei ein Angebot wie dieses „ein wichtiger Anziehungspunkt für Familien mit Kindern, für Jugendliche, für Gäste und Einheimische aller Altersschichten.“

Wie so oft ist dabei natürlich des einen Freud, des anderen Leid. Die Kirmes im Kleinformat ist nämlich kein Versuchsballon, sondern stand bereits im vergangenen Jahr auf dem Programm. Und weil zu einem Rummel mit Karussells und Fahrgeschäften ganz automatisch auch Musik gehört, ließen Beschwerden von Anwohnern nicht lange auf sich warten. Die Bürgermeisterin betont in diesem Zusammenhang, diese kritischen Töne durchaus vernommen zu haben. „Das ist hier ein Festplatz, auf dem Veranstaltungen stattfinden. Wenn dies aber an mehreren Wochenenden hintereinander der Fall ist, dann führt das zu Unmut“, so Fleckenstein. Und weiter: „Wir werben um Nachsicht und Verständnis und sind bemüht, die Belastungen so gering wie möglich zu halten.“

Daher werde jedes Kirmeswochenende auf drei Tage verkürzt, der Donnerstag entfalle. „Außerdem wird es ein Wochenende weniger geben - und sonntags ist jeweils bereits um 21 Uhr Schluss. Wir sind bemüht, die richtige Balance zu finden, damit die Schausteller wie auch die Besucher etwas davon haben und sich die Belastung für die Anlieger in Grenzen hält. Ganz ohne Musik geht es allerdings nicht. Hier stören wohl in erster Linie die Bässe. Das sollte in den Griff zu bekommen sein“, meint die Bürgermeisterin. In diesem Zusammenhang betont sie, dass es sich bei der Entscheidung, grünes Licht für die Veranstaltungen zu geben, keinesfalls „um eine einsame Entscheidung der Bürgermeisterin“ gehandelt habe. „Wir bei der Stadt haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und mit der Politik gesprochen, die das Ganze mitträgt“, hob Fleckenstein hervor. „15 Monate Pandemie haben an den Nerven gezerrt. Es ist wichtig, etwas für Kinder, Jugendliche und Familien zu machen“, so Marco Tews, 1. Gildeherr der Bürgergilde Munster: „Deshalb stellen wir den Platz gern zur Verfügung. Und ich denke, dass das Angebot wieder gut angenommen wird.“ Davon geht auch Fleckenstein aus: „Wir waren die ersten im Heidekreis mit diesen Veranstaltungen und hatten entsprechend gute Besucherzahlen - ein toller Erfolg.“

Die diesjährigen Rummel-Wochenenden werden Schausteller Mantau und Bürgermeisterin Fleckenstein am 2. Juli um 14 Uhr im Beisein von Ratsmitgliedern und Gildevertretern feierlich eröffnen. Die kleine, aber feine Kirmes ist dann sowie an den folgenden Wochenenden jeweils freitags und samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags bis 21 Uhr geöffnet. Die gültigen Corona-Regeln sind zu beachten, die zwecks Dokumentation erforderliche Datenangabe kann per Luca-App oder mit Hilfe von ausliegenden Zetteln erfolgen. Auf eine weitere Veranstaltung, die ihre Schatten vorauswirft, weist Tews hin: „Am 17. Juli ab 17 Uhr laden wir zum Schützentag ein, zum lockeren Treffen in Zivil. Geplant ist, dass der Musikzug eine Stunde Musik macht.“

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