Kontakt mit Protagonisten

Ausstellung „Wir im Heidekreis, angekommen und bleiben“ im Gymnasium Munster

Kontakt mit Protagonisten

Einen bleibenden Eindruck hat die Ausstellung „Wir im Heidekreis, angekommen und bleiben“ bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Munster hinterlassen - und das vor allem durch den persönlichen Kontakt mit den Protagonisten: Bis Anfang Februar wurde in der Aula der Schule auf 15 sogenannten „Roll-ups“ die Lebenswege von 15 Menschen aus dem Heidekreis dargestellt, deren Eltern einst nach Deutschland gekommen waren oder die selbst ihre Heimat verlassen und im Heidekreis ein neues Zuhause gefunden haben. Einige von ihnen berichteten „live“ über ihre Erfahrungen.

Khaled Barudi, Justin Taylor Ntiakulu und Neriam Ak sind drei der porträtierten Personen. Sie waren am 5. Februar selbst am Gymnasium Munster zu Gast und gaben den versammelten Schülerinnen und Schülern bereitwillig Auskunft über ihre Lebenswege.

Zunächst gaben aber die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte des Heidekreises, Susanne Hinrichs, und ihre Kollegin Emma Jover Garcia von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe einen Überblick über das Thema Migration im Heidekreis. Neben statistischen Angaben ging es dabei auch um rechtliche Fragen wie etwa den Ablauf eines Asylverfahrens. Den Referentinnen ging es aber in erster Linie darum, zu verdeutlichen, welche Bereicherung die rund 12.000 Menschen mit Migrationshintergrund im Heidekreis darstellen.

Anschließend stellten sich die drei Gäste der Ausstellung vor: Während Barudi erst mit 21 Jahren aus Syrien zum Studium nach Deutschland kam, lebt Ak seit ihrer Kindheit hier; ihr Vater war als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Nur Ntiakulu wurde in Deutschland geboren, hat aber mit einem Kongolesen als Vater auch einen Migrationshintergrund. In der anschließenden Diskussion stellten die interessierten Zehntklässler Fragen zu unterschiedlichen Lebensbereichen und kamen mit den drei Protagonisten ins Gespräch. Dass das Interesse groß war und das Thema die Schülerinnen und Schüler bewegte, war auch daran zu erkennen, dass sich einige von ihnen auch noch nach Abschluss der Veranstaltung angeregt mit den Gästen unterhielten.

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