Medikamente und Autofahren: „Verantwortung übernehmen“

Verkehrswacht Munster-Bispingen und Seniorenbeirat der Stadt Munster: Informationsveranstaltung für ältere Verkehrsteilnehmer

Medikamente und Autofahren: „Verantwortung übernehmen“

Zum 15. Mal Mal hatten die Verkehrswacht Munster-Bispingen und der Seniorenbeirat der Stadt Munster zu einer Informationsveranstaltung für ältere Verkehrsteilnehmer eingeladen. Zu Gast war diesmal Apotheker Dr. Alexander Zörner, der zum Thema „Vorsicht mit Medikamenten im Straßenverkehr“ referierte.

Bodo Rockmann von der Verkehrswacht und Detlev Weber vom Seniorenbeirat zeigten sich hocherfreut über den großen Andrang im Bürgerhaus der Stadt. Zwei Dutzend Seniorinnen und Senioren ließen sich vom Munsteraner Apotheker informieren. Zu Beginn seines rund 45-minütigen Vortrages stellte er in den Vordergrund, wie wichtig es sei, Verantwortung zu übernehmen.

Die Einnahme von Medikamenten sei Fluch und Segen zugleich. Dank des großen Fortschrittes in der medizinischen Wissenschaft lebten Menschen heute länger, viele Krankheiten ließen sich mit Arzneien lindern. Doch beim Führen von Kraftfahrzeugen sei höchste Vorsicht geboten. Laut Zörner nähmen Personen ab dem 70. Lebensjahr statistisch gesehen jeweils circa fünf Medikamente ein. „Pillen oder flüssige Arzneien werden zum Beispiel zur Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes, Heuschnupfen oder zur Behandlung von Augen- und Herzkrankheiten eingenommen. Mitunter werden auch Tabletten zur Beruhigung und bei Schlafstörungen geschluckt. Die Wirkung dauert oft mehrere Stunden an und kann bis zum frühen Morgen anhalten“, so Zörner.

„Wenn man dann vielleicht mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, ist man dann noch oder schon fahrtüchtig"? Diese Frage richtete der Referent an die aufmerksamen Zuhörer. Doch wie können diese ihrer Verantwortung gerecht werden? In diesem Zusammenhang wies der Apotheker auf die einleitenden Worte von Bodo Rockmann hin, der als ehemaliger Polizist auf mögliche strafrechtliche Folgen bei erwiesener Fahruntüchtigkeit aufmerksam gemacht hatte.

Medikamente in Verbindung mit Alkohol oder Coffein sowie die Wechselwirkung verschiedener Medikamente können erst recht zur Fahruntüchtigkeit führen. „Prüfen Sie sich selbst“, mahnte Zörner. Er betonte, dass Apotheker grundsätzlich bereit seien, Interessierten rund um dieses Thema individuell beratend zur Seite zu stehen. Wer unsicher sei und Fragen habe, könne sich mit dem jeweiligen Medikamentenplan nach vorheriger Terminabsprache in der Apotheke beraten lassen.

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