„Menschenleben schützen“

Bis zu 500 Personen können täglich in der Impfstelle in Munster den „Pieks“ erhalten

„Menschenleben schützen“

„Unser gemeinsames Ziel aller Kräfte in der Impfstelle ist es, Menschenleben zu schützen sowie die Streitkräfte einsatzbereit zu halten und nicht, Urlaubsträume zu verwirklichen“, betonte jüngst Hauptmann Svenja Glasewald, die zusammen mit Oberleutnant Teresa Carmon für die Impfstelle des Sanitätsunterstützungszentrums (SanUstgZ) Munster am Bundeswehrstandort Munster verantwortlich ist. Dieses befindet sich auf dem Gelände der Panzertruppenschule.Beide Offiziere koordinieren im Grundbetrieb das „Betriebliche Gesundheitsmanagement“ im Sanitätsversorgungszentrum Munster und wurden kurz vor Ostern damit beauftragt, eine Impfstelle am Standort aufzubauen.

Nachdem zunächst die Räumlichkeiten der örtlichen Arztgruppe in der Kaserne Panzertruppenschule für eine Impfstraße genutzt wurden, war schnell klar, dass diese Kapazitäten nicht ausreichen, wenn die Impfkampagne an Fahrt aufnimmt. So wurde rasch die alte Sporthalle in der Kaserne so hergerichtet, dass nun täglich bis zu 500 Personen geimpft werden könnten. Seit dem 26. Mai arbeitet dort ein Team von Soldaten und Zivilbeschäftigten, um in bis zu sechs Impfstrecken nicht nur Angehörige der Bundeswehr, sondern auch Angehörige weiterer Dienststellen auch außerhalb der Bundeswehr zu impfen.

„Unsere Aufgabe besteht unter anderem darin, den vorhandenen Impfstoff für den Standort gemäß der Impfverordnung so zu verimpfen, dass auch die Zweitdosen gesichert sind“, unterstrich Hauptmann Glasewald. Sie ergänzte, dass bis Anfang Juni bereits 4.000 Impfungen, davon auch für 1.500 Personen außerhalb der Bundeswehr, vorgenommen worden seien. Glasewald berichtete weiterhin, dass sich Soldaten durchaus auch in den Impfzentren der jeweiligen Landkreise oder viele Zivilbeschäftigte der Bundeswehr sich beim Hausarzt hätten impfen lassen: „Wir freuen uns sehr, mit unserem Team die Bundeswehr nicht nur dienstfähig zu erhalten, sondern darüber hinaus auch einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Gesundheitsschutz leisten zu können.“

Oberst Jesko Peldszus, Kasernenkommandant und im Auftrag des Standortältesten Munster koordinierend in Sachen Impfen tätig, kommt es bei der Impfkampagne auf die Kommunikation an. „Besonders in der Anfangsphase des Betriebs der Impfstelle war es wichtig, allen Vertretern der Verbände den Hintergrund sowie die Arbeitsabläufe der Impfstelle zu verdeutlichen. Die Einrichtung einer Webex-basierten Koordinierungsbesprechung auf Standortebene hat sich dabei bewährt. Das Lagebild wurde rasch klarer. Die Absicht und die Umsetzung können so unmittelbar weitergegeben werden und auch Fragen können sofort an die Verantwortlichen gerichtet werden“, betonte Peldszus.

Auch der Leiter des „Bereichs Unterstützung“ der Panzertruppenschule, Oberstleutnant Christian Wichmann, ist mit dem Engagement der Angehörigen des Sanitätsdienstes sowie auch der Unterstützungskräfte aus seinem Bereich sehr zufrieden. „Letztlich sind es die Menschen, die das Projekt zum Erfolg führen. So auch hier - vom Unterstützungszugführer bis hin zu den Soldaten im Empfangszelt oder den Kraftfahrern des Shuttle-Services zur Peter-Bamm-Kaserne unterstützen alle dieses Projekt in der Impfstelle Munster nach Kräften“, hob der der Oberst hervor.

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